Etappe 21
| Passo Duran → Pian de Fontana | |
|---|---|
| Abschnitt | Süddolomiten |
| Strecke | 15 km |
| Aufstieg / Abstieg | ↑ 900 m / ↓ 870 m |
| Gehzeit | 7 h |
| Höchster Punkt | |
| Schwierigkeit | mittel |
| Stand: | |
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Überblick
Zwischen den Tälern des Agordino und des Zoldo führt uns diese Tagesetappe hindurch bis in den Dolomiten-Nationalpark. Im ersten Teil des Weges blicken wir ins Agordotal hinab, während wir im zweiten Teil nach der Forcella Moschesin in den Einzugsbereich des Zoldo kommen. Der Kontrast zwischen den spitzen, schroffen Felszacken der Dolomitengipfel und den tief eingeschnittenen, grünen Tälern macht die südlichen Dolomiten so einmalig schön.
Wegbeschreibung

Auf dieser Tour trennen sich die Klettersteiggeher, die am nächsten Tag auf der Via Ferrata Marmol die Schiara überqueren möchten, von den Bergwanderern, die ins Cordèvoletal absteigen und mit dem Bus nach Belluno fahren. Hat man sich die Schiara zum Ziel gesetzt, sollte man zeitig aufbrechen, denn es gilt, das Rifugio Pian de Fontana (>>Quellenalm<<) zu erreichen. Im letzten Wegdrittel müssen beim Erklimmen der Cime di Città 650 Höhenmeter im Auf- und 750 Höhenmeter im Abstieg bewältigt werden. Wer sich hingegen für die Abstiegsvariante entschieden hat, kann den heutigen Tag etwas gemütlicher angehen. Man schlendert genussreich zum Etappenziel Pramperethütte (4:00h), die in eine wahre Bilderbuchlandschaft eingebettet ist. Das Rifugio Pian de Fontana passiert man dann erst am folgenden Tag. Hinweise für den Abstieg ins Cordèvoletal finden sich in der Tourenbeschreibung der nächsten Wanderetappe.
Gleich beim Aufbruch auf dem Passo Duran (A) hat sich schon so mancher Venedigwanderer verlaufen, denn es befindet sich direkt gegenüber dem gestrigen Abstiegsweg auf der anderen Straßenseite eine alte und irreführende Ausschilderung zur Pramperethütte. Wir gehen aber nicht diesen Wiesenweg hinauf, sondern folgen erst der Autostraße nach rechts hinunter bis zu dem Parkplatz im Bereich der ersten großen Serpentine (1, 0:30h). Dort wandern wir dann bei der Wegmarkierung 543 oder Dolomitenweg 1 links in den Wald hinein. Nach einem kurzen Aufstieg zur Forcella Dagarai (1620#m, 2, 1:00h) streben wir über Schotterhänge, durch Latschengestrüpp und Felslabyrinthe der aufgelassenen und inzwischen stark von Unkraut eingewachsenen Malga Moschesin zu. Dabei verläuft unser Pfad erst ein Weilchen auf fast gleicher Höhe und steigt dann gemächlich auf 1800 Höhenmeter zur Moschesinalm (3, 2:30h) hin an. Auf der alten Holzbank vor einer der Hütten genießen wir beim Rasten die friedvolle Stille dieses einsamen Fleckchens sowie das kühle Brunnenwasser der Alm. Wir bleiben auf dem Weg 543 bzw. Dolomitenweg 1, der uns auf die Forcella Moschesin bringt (1940#m, 4, 3:15h). Oben öffnet sich erneut ein Ausblick in das stille Zoldo, diesmal hinaus zum Hauptort Forno di Zoldo. Das Joch stellt auch eine der nördlichen Begrenzungen des Nationalparks Belluneser Dolomiten dar, den wir in den nächsten zwei Tagen durchstreifen werden. Im Jahr 1990 gegründet, wurde der Park, der sich über 32 000 Hektar erstreckt, im Jahr 1993 mit einer eigenen Verwaltung ausgestattet. Oberstes Anliegen ist der Schutz der einmaligen und überaus artenreichen Flora, die sich entwickeln konnte, da Teile der Nationalparkfläche in den letzten Eiszeiten nicht vergletschert waren. So konnten andernorts ausgestorbene Pflanzen dort überleben. Natürlich gibt es auch besonders schützenswerte Tierarten, zum Beispiel die äußerst seltene Aspisviper, die vor allem an den sonnenverwöhnten Südhängen im Bereich des Rifugio Pian de Fontana ein Rückzugsplätzchen gefunden hat.
Unterhalb des Jochs trennt sich der Abstiegsweg ins Zoldo nach links von unserer Route, dem Dolomitenweg 1, dem wir jedoch bis Belluno die Treue halten werden. Kurz danach auf dem Pra della Vedova (»Witwenwiese«, 5, 3:45h) knickt unser Pfad dann nach Süden ab. Wanderer, die sich für die Übernachtung auf der Pramperethütte entschieden haben oder die dort eine Pause einlegen wollen, halten sich hier weiter Richtung Osten und gelangen auf dem Weg 521 in wenigen Minuten zur Hütte. Falls unser Tagesziel aber die Pian de Fontana ist, steht uns jetzt der Aufstieg zu den weltentrückten Gipfelgraten zwischen Monte Talvena und Cime di Città bevor. Über Latschenhänge führt der Weg Nr. 514 hinauf zur Portela del Piazedel (2097m) und weiter über Schotterterrassen zur Forcella la Sud dei Van di Città (6, 5:30h), wo wir mit knapp 2400 Metern den höchsten Punkt der Etappe erreicht haben. Von nun an geht’s bergab und zwar teilweise sehr steil, weswegen nochmals volle Konzentration angesagt ist. Wie weite Logen in einem riesigen Amphitheater öffnet sich beim Abstieg zum Rifugio Mulde um Mulde. Die bereits seit vielen Jahren nicht als Viehweide genutzten Wiesen sehen ungewohnt aus. Anders als in anderen Nationalparks existiert hier ein Bewirtschaftungsverbot, das auch konsequent umgesetzt wird. So kommt man in den Genuss einer Bergwelt, die sonst selten zu finden ist. Am Ende eines herrlichen Wandertags erreichen wir schließlich das wunderschön gelegene Rifugio Pian de Fontana (1632m, E, 7:00h).
Tipp
Auch auf diesem Weg herrscht Wassermangel. Die einzige Möglichkeit, direkt an dieser nahezu schattenlosen Route die Wasservorräte aufzufüllen, ist der Brunnen an der Malga Moschesin. Diese Gelegenheit sollte man nicht ungenutzt verstreichen lassen!
Schlüsselstellen und Gefahren
Unterkünfte
| Name | Höhe | Telefon | Geöffnet | Stand |
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| m |
Wasser und Einkehr
Varianten und Notabstiege
An- und Abreise
Aktuelle Hinweise
- Monat Jahr: …
Bilder
Karten
Kompasswanderkarte 77 Alpi Bellunesi, 1:50000.