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Etappe 22: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Traumpfad München-Venedig
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Übersteigung der Schiara: Wollen wir heute die Schiara mit Hilfe des »Eisenwegs« bezwingen, so bleiben wir weiter auf dem Weg 514 bzw. Dolomitenweg 1. Vorbei an der verfallenen Casonet di Nerville steigen wir in Richtung Forcella Nerville auf. Unterhalb des Jochs zweigt links ein Pfad ins Vallon delle Masnade ab. Wir bleiben rechts auf dem Weg 514, der sich bald nach Süden in die Schlucht zwischen Schiara und Monte Pelf wendet. Dieser durchgehend gut markierte Steig führt uns schließlich zur Forcella del Marmol (2262m, 3, 3:30h). Oben auf der Scharte halten wir uns rechts und achten dabei sorgfältig auf die Markierungen. Wegen des dauernden Steinschlags aus der brüchigen Westwand des Monte Pelf wäre es äußerst gefährlich, in die vereiste Südschlucht abzusteigen. Dennoch verlief hier der ursprüngliche, ebenfalls mit der Nummer 514 bezeichnete Weg. Dieser ist zwar längst aufgelassen, kann allerdings in älteren Karten immer noch eingezeichnet sein. Nach einem kurzen Aufstieg in die Ostflanke der Schiara wendet sich der Weg wieder nach Süden und strebt dem Bivacco Marmol zu. Hier beginnt die Steiganlage der Via Ferrata Marmol. Diese erleichtert uns mit Hilfe von Eisenleitern und Seilsicherungen den Abstieg über die Ostseite der Schiara-Südwand über 600 Höhenmeter hinab zum Wandfuß. Dabei sind die Eisenleitern aber nie länger als ein Dutzend Sprossen, und auf die Drahtseil gesicherten, luftigen Wandstufen folgen immer wieder Geröllabschnitte, bei denen sich der Puls wieder beruhigen kann. Nun kommt die vorausgeschickte Klettersteigausrüstung zum Einsatz. Selbstsicherung und Steinschlaghelm dienen der eigenen Sicherheit, zum Schutze anderer achten wir streng darauf, keine Steine loszutreten. Schöne und beinahe Furcht erregende Felsszenarien öffnen sich uns. Auf den Grasschultern vor dem Rifugio 7° Alpini (1491m, E, 7:30h) liegen dann die alpinen Gefahren weitgehend hinter uns. Beim Abstieg zur Hütte sollte man noch einen Blick auf die Bäume am Wegesrand werfen: Buchen stehen hier auf einer Höhe von bis zu 1800 Metern. Die sonnigen Gefilde des Südens sind erreicht!
Übersteigung der Schiara: Wollen wir heute die Schiara mit Hilfe des »Eisenwegs« bezwingen, so bleiben wir weiter auf dem Weg 514 bzw. Dolomitenweg 1. Vorbei an der verfallenen Casonet di Nerville steigen wir in Richtung Forcella Nerville auf. Unterhalb des Jochs zweigt links ein Pfad ins Vallon delle Masnade ab. Wir bleiben rechts auf dem Weg 514, der sich bald nach Süden in die Schlucht zwischen Schiara und Monte Pelf wendet. Dieser durchgehend gut markierte Steig führt uns schließlich zur Forcella del Marmol (2262m, 3, 3:30h). Oben auf der Scharte halten wir uns rechts und achten dabei sorgfältig auf die Markierungen. Wegen des dauernden Steinschlags aus der brüchigen Westwand des Monte Pelf wäre es äußerst gefährlich, in die vereiste Südschlucht abzusteigen. Dennoch verlief hier der ursprüngliche, ebenfalls mit der Nummer 514 bezeichnete Weg. Dieser ist zwar längst aufgelassen, kann allerdings in älteren Karten immer noch eingezeichnet sein. Nach einem kurzen Aufstieg in die Ostflanke der Schiara wendet sich der Weg wieder nach Süden und strebt dem Bivacco Marmol zu. Hier beginnt die Steiganlage der Via Ferrata Marmol. Diese erleichtert uns mit Hilfe von Eisenleitern und Seilsicherungen den Abstieg über die Ostseite der Schiara-Südwand über 600 Höhenmeter hinab zum Wandfuß. Dabei sind die Eisenleitern aber nie länger als ein Dutzend Sprossen, und auf die Drahtseil gesicherten, luftigen Wandstufen folgen immer wieder Geröllabschnitte, bei denen sich der Puls wieder beruhigen kann. Nun kommt die vorausgeschickte Klettersteigausrüstung zum Einsatz. Selbstsicherung und Steinschlaghelm dienen der eigenen Sicherheit, zum Schutze anderer achten wir streng darauf, keine Steine loszutreten. Schöne und beinahe Furcht erregende Felsszenarien öffnen sich uns. Auf den Grasschultern vor dem Rifugio 7° Alpini (1491m, E, 7:30h) liegen dann die alpinen Gefahren weitgehend hinter uns. Beim Abstieg zur Hütte sollte man noch einen Blick auf die Bäume am Wegesrand werfen: Buchen stehen hier auf einer Höhe von bis zu 1800 Metern. Die sonnigen Gefilde des Südens sind erreicht!


Tipp
Tipp: Busfahrt nach Belluno


Leider gibt es im Cordèvoletal keinen Wanderweg. Auch das flache, sehr kiesige Flussbett ist nicht durchgängig begehbar. Die Straße ist ziemlich verkehrsreich; es ist deswegen empfehlenswert, mit dem Bus nach Belluno zu fahren. Die Wartezeit auf dieser nicht allzu häufig bedienten Buslinie kann man sich gegebenenfalls in dem traditionsreichen Wirtshaus »La Stanga« vertreiben, das sich etwa zwei Kilometer talabwärts von unserem Abstiegsweg auf der linken Straßenseite befindet. Das alte Gebäude diente in vergangenen Zeiten als Poststation und war auch Haltepunkt einer inzwischen nicht mehr existierenden Bahnlinie. Unsere Bushaltestelle liegt direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite.
Leider gibt es im Cordèvoletal keinen Wanderweg. Auch das flache, sehr kiesige Flussbett ist nicht durchgängig begehbar. Die Straße ist ziemlich verkehrsreich; es ist deswegen empfehlenswert, mit dem Bus nach Belluno zu fahren. Die Wartezeit auf dieser nicht allzu häufig bedienten Buslinie kann man sich gegebenenfalls in dem traditionsreichen Wirtshaus »La Stanga« vertreiben, das sich etwa zwei Kilometer talabwärts von unserem Abstiegsweg auf der linken Straßenseite befindet. Das alte Gebäude diente in vergangenen Zeiten als Poststation und war auch Haltepunkt einer inzwischen nicht mehr existierenden Bahnlinie. Unsere Bushaltestelle liegt direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite.


Tipp
Tipp: Klettersteige


Ohne die nötige Erfahrung sollte man den Abstieg über den Klettersteig vermeiden. Es reicht nicht aus, im Sporthaus eine Ausrüstung zu erstehen und sich dabei in fünf Minuten vom Verkäufer erklären zu lassen, wie man sie benutzt. Meistens bieten jedoch z. B. die örtlichen Alpenvereinssektionen Klettersteigkurse an, bei denen man an einem oder zwei Wochenenden die wichtigsten Verhaltensregeln von erfahrenen Bergsteigern lernen kann.
Ohne die nötige Erfahrung sollte man den Abstieg über den Klettersteig vermeiden. Es reicht nicht aus, im Sporthaus eine Ausrüstung zu erstehen und sich dabei in fünf Minuten vom Verkäufer erklären zu lassen, wie man sie benutzt. Meistens bieten jedoch z. B. die örtlichen Alpenvereinssektionen Klettersteigkurse an, bei denen man an einem oder zwei Wochenenden die wichtigsten Verhaltensregeln von erfahrenen Bergsteigern lernen kann.
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== Karten ==
== Karten ==
<!-- Passende Wanderkarten (Verlag, Nummer, Maßstab). -->
<!-- Passende Wanderkarten (Verlag, Nummer, Maßstab). -->
Kompasswanderkarte 77 Alpi Bellunesi, 1:50 000.
Kompasswanderkarte 77 Alpi Bellunesi, 1:50000.

Aktuelle Version vom 4. November 2026, 21:39 Uhr

Etappe 22
Pian de Fontana → Rifugio Settimo Alpini
Abschnitt Süddolomiten
Strecke 7 km
Aufstieg / Abstieg ↑ 920 m / ↓ 1050 m
Gehzeit 7:30 h
Höchster Punkt
Schwierigkeit schwer
Stand:
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Überblick

Das gewaltige Massiv der Schiara ist die letzte über 2000 Meter hohe Felsbastion, die es auf unserem Weg zu überwinden gilt. Dieser schroffe und zerklüftete Bergstock bildet einen jähen Kontrast zu den Wiesen und Buchenwäldern im ersten Teil der Etappe. Zum krönenden Abschluss zeigen sich die südlichen Dolomiten noch einmal in ihrer ganzen Schönheit. Die Überschreitung der Schiara ist eine anspruchsvolle Bergtour, die nur bei gutem Wetter in Angriff genommen werden sollte. Klettersteigausrüstung (Helm und Klettergurt) ist erforderlich. Bergwanderer, die nicht die nötige Ausrüstung dabei haben, sollten den Abstieg über die Bianchethütte wählen. Auch bei schlechtem Wetter ist diese Variante ratsam.

Wegbeschreibung

Etappe 22

Vom Rifugio Pian de Fontana (A) wandern wir durch die Laubwälder des Val dei Ross zunächst bergab in den Talgrund, den wir schnell erreicht haben. Auf der anderen Talseite geht’s sogleich wieder zügig ansteigend hinauf zur Forcella de La Varetta (1, 0:45h). Weitgehend eben verläuft unser schmaler Pfad nun dahin. Hohe Gräser neigen sich zum Weg und lassen ihn stellenweise wie zugewachsen erscheinen. Wie oft kann man heute noch eine so unberührte Natur genießen! An einer Bergflanke entlang führt uns das enge und stellenweise beinahe als ausgesetzt zu bezeichnende Steiglein zum oberen Talabschluss des Val Vescovà. Rechts fällt der Hang steil ab, fast 500 Meter unter uns liegt versteckt im Wald das Rifugio Furio Bianchet.

Abstiegsvariante: Noch bevor wir die Casonet di Nerville erreichen, zweigt rechts der Weg Nr. 518 Richtung Bianchethütte ab (2, 1:30h). Hier ist genau auf die Beschilderung zu achten, denn in dem dichten Gestrüpp, das uns nun umgibt, ist die Abzweigung leicht zu verpassen. Zunächst recht steil bergab durch das struppige Buschwerk und später dann durch dichte Wälder steigen wir in etwa 45 Minuten zum großen und rustikalen Rifugio Furio Bianchet (1250m) ab. Hier kann man auch die Abfahrtszeiten der Busse nach Belluno erfahren. Nach einer Übernachtung auf dieser Hütte, die übrigens Eigentum der Forstbehörde ist und von der CAI-Sektion Belluno nur bewirtschaftet wird, wandert man am nächsten Tag gemütlich ins Cordèvoletal. Dazu folgt man der Zufahrtsstraße durch das Val Vescovà. Bei Höhenmeter 700 zweigt links ein kleiner Fußweg ab (Ausschilderung »Bus«). Man erspart sich damit die lange Schleife der Fahrstraße nach Pinel und La Muda. An der Autostraße im Tal befindet sich nach etwa 300 Metern rechts eine Bedarfshaltestelle der Buslinie (Gehzeit Hütte – Autostraße: 1:45h).

Übersteigung der Schiara: Wollen wir heute die Schiara mit Hilfe des »Eisenwegs« bezwingen, so bleiben wir weiter auf dem Weg 514 bzw. Dolomitenweg 1. Vorbei an der verfallenen Casonet di Nerville steigen wir in Richtung Forcella Nerville auf. Unterhalb des Jochs zweigt links ein Pfad ins Vallon delle Masnade ab. Wir bleiben rechts auf dem Weg 514, der sich bald nach Süden in die Schlucht zwischen Schiara und Monte Pelf wendet. Dieser durchgehend gut markierte Steig führt uns schließlich zur Forcella del Marmol (2262m, 3, 3:30h). Oben auf der Scharte halten wir uns rechts und achten dabei sorgfältig auf die Markierungen. Wegen des dauernden Steinschlags aus der brüchigen Westwand des Monte Pelf wäre es äußerst gefährlich, in die vereiste Südschlucht abzusteigen. Dennoch verlief hier der ursprüngliche, ebenfalls mit der Nummer 514 bezeichnete Weg. Dieser ist zwar längst aufgelassen, kann allerdings in älteren Karten immer noch eingezeichnet sein. Nach einem kurzen Aufstieg in die Ostflanke der Schiara wendet sich der Weg wieder nach Süden und strebt dem Bivacco Marmol zu. Hier beginnt die Steiganlage der Via Ferrata Marmol. Diese erleichtert uns mit Hilfe von Eisenleitern und Seilsicherungen den Abstieg über die Ostseite der Schiara-Südwand über 600 Höhenmeter hinab zum Wandfuß. Dabei sind die Eisenleitern aber nie länger als ein Dutzend Sprossen, und auf die Drahtseil gesicherten, luftigen Wandstufen folgen immer wieder Geröllabschnitte, bei denen sich der Puls wieder beruhigen kann. Nun kommt die vorausgeschickte Klettersteigausrüstung zum Einsatz. Selbstsicherung und Steinschlaghelm dienen der eigenen Sicherheit, zum Schutze anderer achten wir streng darauf, keine Steine loszutreten. Schöne und beinahe Furcht erregende Felsszenarien öffnen sich uns. Auf den Grasschultern vor dem Rifugio 7° Alpini (1491m, E, 7:30h) liegen dann die alpinen Gefahren weitgehend hinter uns. Beim Abstieg zur Hütte sollte man noch einen Blick auf die Bäume am Wegesrand werfen: Buchen stehen hier auf einer Höhe von bis zu 1800 Metern. Die sonnigen Gefilde des Südens sind erreicht!

Tipp: Busfahrt nach Belluno

Leider gibt es im Cordèvoletal keinen Wanderweg. Auch das flache, sehr kiesige Flussbett ist nicht durchgängig begehbar. Die Straße ist ziemlich verkehrsreich; es ist deswegen empfehlenswert, mit dem Bus nach Belluno zu fahren. Die Wartezeit auf dieser nicht allzu häufig bedienten Buslinie kann man sich gegebenenfalls in dem traditionsreichen Wirtshaus »La Stanga« vertreiben, das sich etwa zwei Kilometer talabwärts von unserem Abstiegsweg auf der linken Straßenseite befindet. Das alte Gebäude diente in vergangenen Zeiten als Poststation und war auch Haltepunkt einer inzwischen nicht mehr existierenden Bahnlinie. Unsere Bushaltestelle liegt direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite.

Tipp: Klettersteige

Ohne die nötige Erfahrung sollte man den Abstieg über den Klettersteig vermeiden. Es reicht nicht aus, im Sporthaus eine Ausrüstung zu erstehen und sich dabei in fünf Minuten vom Verkäufer erklären zu lassen, wie man sie benutzt. Meistens bieten jedoch z. B. die örtlichen Alpenvereinssektionen Klettersteigkurse an, bei denen man an einem oder zwei Wochenenden die wichtigsten Verhaltensregeln von erfahrenen Bergsteigern lernen kann.

Schlüsselstellen und Gefahren

Unterkünfte

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Wasser und Einkehr

Varianten und Notabstiege

An- und Abreise

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