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Ausrüstung

Aus Traumpfad München-Venedig
Version vom 6. November 2026, 06:40 Uhr von Stefan (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „'''Gewicht als Faktor''' Die Mitnahme von Trägerkolonnen oder Maultierherden auf Expeditionen ist seit einiger Zeit aus der Mode gekommen, deswegen muss der Wanderer heutzutage sein Gepäck selbst tragen. Der Wanderspass auf dem Traumpfad hängt sehr davon ab, wieviel man auf den Schultern hat. Leider sieht man immer wieder Wanderer mit Riesenrucksäcken, die schon auf der ersten Etappe unter dem Gepäck fast zusammenbrechen. Mehr als 15 Kilo Gepäck…“)
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Gewicht als Faktor

Die Mitnahme von Trägerkolonnen oder Maultierherden auf Expeditionen ist seit einiger Zeit aus der Mode gekommen, deswegen muss der Wanderer heutzutage sein Gepäck selbst tragen. Der Wanderspass auf dem Traumpfad hängt sehr davon ab, wieviel man auf den Schultern hat. Leider sieht man immer wieder Wanderer mit Riesenrucksäcken, die schon auf der ersten Etappe unter dem Gepäck fast zusammenbrechen.

Mehr als 15 Kilo Gepäck sollte sich ein gut trainierter Mann nicht für eine Fernwanderung aufladen. Eine Frau sollte 2-3 Kilo weniger tragen. Besser ist es unter 10 Kilo Gepäck zu bleiben.

Schuhe und Stöcke

Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand für den Fernwanderer sind Schuhe und Teleskopstöcke. Die Schuhe sollten feste, knöchelumschliessende Bergstiefel sein. Die Wanderung geht an vielen Stellen durch felsiges, hochalpines Gelände. Die Frage welche Schuhe die richtigen sind wurde in unserem Forum zum Teil sehr kontrovers diskutiert. Ich selbst habe die Tour das letzte mal mit leichten Bergstiefeln – nicht steigeisenfest – begangen. Andere schwören auf steigeisenfeste schwere Schuhe. Das ist sicher ein Stück Geschmackssache. Mit Turnschuhen oder ähnlichen Schuhen, die den Knöchel nicht umschließen würden wir den Traumpfad nicht gehen.

Zusätzlich braucht man noch ein paar Hausschuhe für die Hütte. Wir haben Teva-Sandalen dazu verwendet. Die kann man an einem Ruhetag auch einmal für einen Spaziergang in der Stadt benutzen. Aus Gewichtsgründen haben wir auf ein zusätzliches Paar Schuhe (Turnschuhe, Halbschuhe, etc.) verzichtet.

Rucksack

Wer sich für die Wanderung einen neuen Rucksack kauft, sollte das nur im Fachhandel tun. Gute Beratung und ein sorgfältiges Anpassen des Rucksacks mit Gewichten sollten einem die paar Euro wert sein, die der Rucksack bei einem kleinen Fachhändler teurer ist. Man sollte sich wirklich sicher sein, dass er mit dem geplanten Gewicht bequem tragbar ist.

Man sollte auch nichts aussen an den Rucksack binden, weil er zum Beispiel zu klein ist. Das Gewackele geht einem nach kurzer Zeit auf die Nerven und wenn es regnet, werden die Sachen nass. Zum Rucksack sollte man sich gleich die passende Rucksackhülle für Regenwetter kaufen. Selbst durch den besten Rucksack regnet es nämlich nach einiger Zeit durch.

Schlafsack

Ein Hüttenschlafsack ist auf Alpenvereinshütten vorgeschrieben. Die Teile sind aus dünnen Stoff, gute sind aus Seide und haben ein Gewicht von ca. 200 Gramm und ein Packmaß von einem Taschenbuch. Die Normalausführung kann man oft auch in den Hütten kaufen, die guten aus Seide kauft man beim Sportartikelhandel.

Wir hatten bei unserer München-Venedig Tour Leichtschlafsäcke dabei. Die wiegen unter ein Kilo. Sie halten bis 10 Grad warm, sind also nicht für die Übernachtung draußen gemacht. Warum haben wir dieses Zusatzgewicht eingepackt? Der erste Grund sind die Decken in den Hütte. Wolldecken sind nicht unsere Sache. Ausserdem kann der Schlafsack auch bei einem Unfall sehr nützlich sein. Für einen Verletzen im Gebirge ist die Unterkühlung die häufigste Todesursache!

Die Leichtschlafsäcke haben den Nachteil, dass sie in manchen Hütten nicht gerne gesehen sind. Aufgrund der Verbreitung von Bettwanzen müssen vielerorts heute Schlafsäcke in die Mikrowelle, um sie zu desinfizieren. Das ist mit einem Schlafsack mit Metallteilen nicht möglich.

Trinkflasche

Auf dem Traumpfad gibt es etliche Touren, auf denen man für längere Zeit kein Wasser findet. Deswegen sollte man sich Flaschen mit einem Füllungsvermögen von 2 Litern mitnehmen. Das Gewicht des Wassers sollte bei der Berechung des Gesamtgewichts berücksichtigt werden.

Sicherheitsausrüstung

Verbandskasten: kostet 8 Euro und wiegt 200 Gramm. Bei uns stets im Rucksack, wird nie rausgenommen.

Biwaksack: regendichte Hülle zum Notübernachten draußen (in Kombination mit Leichtschlafsack). Gewicht: 600 Gramm für einen vollwertigen Biwaksack. Um die 100 Gramm für die heute populären Notbiwaksäcke. Diese gehören aus unserer Ansicht immer in den Rucksack. Immer.

Lampe: für die dunklen Stunden des Lebens und für’s alpine Notsignal. Inkl. neuer Batterien! Idealerweise eine einfache Stirnlampe mitnehmen!

Ein paar Worten zu diesen Gegenständen: die Rucksackapotheke ist eine Selbstverständlichkeit, dazu muss man nichts sagen. Die Taschenlampe braucht man hauptsächlich Nachts in der Hütte auf dem Weg zum Locus. Aber auch wenn man sich verläuft und von der Dunkelheit überrascht wird (uns ist das auf der Tour einmal passiert!) ist sie sehr nützlich. Und wie war das noch mit dem alpinen Notsignal? Der Biwaksack ist eine regen- und winddichte Hülle (für einen oder für zwei). Er schützt vor Unterkühlung, wenn man draußen übernachten muß oder ein Verletzter auf Hilfe warten muss. Zusammen mit dem Leichtschlafsack erhöht er die Überlebenschancen bei einer Verletzung enorm.

Klettersteigausrüstung

Die Klettersteigausrüstung besteht aus Brustgurt und Sitzgurt, Klettersteigset und Helm. Diese Ausrüstung ist nur für die Begehung der Schiara nötig. Man kann diese Stelle auch umgehen und kann dann auf die Ausrüstung verzichten. Weiteres dazu auf der Seite zu Gefahren.

Packliste

Gelegentlich fragen mich Wanderer nach einer Ausrüstungsliste. Hier deswegen ein Vorschlag für eine Packliste. Mit dieser Ausrüstung habe ich den Traumpfad gemacht und viele andere Touren gemacht. Alle Kleidungsstücke waren aus Funktionsfaser. Ich hatte kein Klettersteigset und keinen Helm dabei. Die Ausrüstungsliste ist auch im Tourenblatt enthalten.

Grundausrüstung

Not Biwacksack (100g)

Schlafsack (800g)

Rucksackapotheke (240g)

Regenhose (220g)

Regenjacke (350g)

Gesamtgewicht mit Rucksack 4 kg

Rucksackinhalt

Zwei Trinkflaschen (340g)

Taschenlampe (112g)

Taschenmesser (30g)

Sonnenbrille (130g)

Schlafshirt und Hose (440g)

Teva-Flipflops (232g)

4 Unterhosen (124g)

2 Paar Socken (76g)

Warme Socken (46g)

Handtuch (270g)

Softshelljacke (480g)

Handschuhe (50g)

Teleskopstöcke (530g)

Kurze Hose (160g)

Hemd langarm (232g)

T-Shirt Kurzarm (102g)

Wanderhose (336g)

T-Shirt Kurzarm (150g)

2 T-Shirt schulterfrei (228g)

Langarm-T-Shirt (226g)

Fleece (228g)

Sonnencreme (122g)

Waschbeutel (300g)

Mobiltelefon mit Ladegerät (306g)

Notizbuch und Stift (160g)

Sprachführer, Wanderführer und Karten (500g)

Gesamtgewicht des Inhalts: 6 kg