Zum Inhalt springen

Etappe 16

Aus Traumpfad München-Venedig
Version vom 4. November 2026, 21:09 Uhr von Stefan (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Etappe 16
Grödnerjoch → Boéhütte
Abschnitt Norddolomiten
Strecke 6 km
Aufstieg / Abstieg ↑ 920 m / ↓ 170 m
Gehzeit 4 h
Höchster Punkt Boèhütte
Schwierigkeit schwer
Stand:
← vorherige Etappe · nächste Etappe →

Überblick

Vom Grödnerjoch erscheint der gewaltige Sellastock völlig unzugänglich, überraschenderweise ermöglicht aber das Val Setus einen recht einfachen Aufstieg in diesen Irrgarten aus Felszacken und Plateaus. Bei gutem Wetter dürfen wir uns auf eine genussreiche und problemlose Bergwanderung freuen. Der Tag wird gekrönt durch die Besteigung des 3152 Meter hohen Piz Boè.

Wegbeschreibung

Etappe 16

Rund um den Sellastock erstreckt sich der ladinische Sprachraum und in den vorwiegend ladinischen Gemeinden zwischen dem Val Badia und dem Val Fassa leben heute annähernd 36.000 Menschen. Das Ladinische ist, wie Französisch und Italienisch, eine romanische Sprache und eng verwandt mit dem Rätoromanischen. Heute werden wir die „Gralsburg Ladiniens“,wie die Sella manchmal auch genannt wird, von ihren schönsten Seiten kennenlernen. Voraussetzung für diese Tour sind allerdings gute Wetterverhältnisse, denn bei Nebel und schlechter Sicht ist die Orientierung schwierig. Im Falle eines Wetterumschwungs ist auch im Hochsommer mit Schnee und Eis zu rechnen.

Direkt hinter dem Berghaus Frara (A) beginnt ein Pfad (Weg 666 und Dolomitenweg 2), der uns zuerst über Wiesen und später dann über Geröll in ein schmales Tal führt. Durch das Val Setus geht es jetzt steil bergauf, im oberen Wegteil auch drahtseilversichert. Dennoch bleibt der Weg stets unschwierig und wir erreichen nach knapp zwei Stunden die schön gelegene Pisciadùhütte (2585#m, 1, 2:00h) auf dem ersten Sellaplateau.

Nach einer kurzen Rast in diesem liebevoll geführten Haus passieren wir den Pisciadùsee und folgen dem gut markierten Weg durch Schluchten und vorbei an Felskämmen auf die Hochfläche und zur Boèhütte, der ehemaligen Bamberger Hütte. Sie steht auf einer großen Felsplatte unterhalb des weithin sichtbaren Massivs der Boèspitze.

Mit dem Eintreffen auf der Boèhütte (2871m, E, 4:00h) haben wir unser »Pflichtprogramm« für heute schon erfüllt, und es bleibt reichlich Zeit, den Piz Boè (3152m) zu erklimmen, der als einer der am leichtesten zugänglichen Dreitausender der Dolomiten gilt und mit Sicherheit einer ihrer schönsten Aussichtsgipfel ist. Für den Aufstieg brauchen wir nur etwa 45 Minuten. Über Geröll erreichen wir einen felsigen Gipfelabbruch mit Drahtseilsicherungen und dann in einer Schuttrinne erneut über Geröll und Felstrümmer den Gipfel. Unser Blick schweift nun über all die bizarren Dolomitengipfel, aber auch die Zillertaler, Stubaier und Ötztaler Alpen sind sichtbar, der Ortler sowie die Adamello- und Presanellogruppe. In der Nähe fesselt die firnschimmernde Marmolada den Blick – unser Tourengebiet am morgigen Tag. Die Einkehr im netten, kleinen Rifugio Capanna Fassa hier oben rundet unser Gipfelerlebnis ab (es besteht auch die Möglichkeit zur Übernachtung).

Schlüsselstellen und Gefahren

Unterkünfte

Name Höhe Telefon Geöffnet Stand
m
m

Wasser und Einkehr

Varianten und Notabstiege

An- und Abreise

Aktuelle Hinweise

  • Monat Jahr: …

Bilder

Karten

Kompasswanderkarte 59 Sellagruppe, 1:50 000.