Etappe 01: Unterschied zwischen den Versionen
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== Überblick == | == Überblick == | ||
<!-- 2–3 Sätze: Charakter der Etappe, Höhepunkte, worauf man sich einstellen muss. Wer nur diesen Absatz liest, soll wissen, was ihn erwartet. -- | |||
Vom Marienplatz, dem geschäftigen Zentrum Münchens, führt uns die erste Etappe vorbei am Deutschen Museum in die Isarauen. Auf bekannten und beliebten Wanderwegen geht es nun Richtung Süden. Durch die weitläufige Pupplinger Au am Zusammenfluss von Loisach und Isar erreichen wir unser Tagesziel Wolfratshausen. | Vom Marienplatz, dem geschäftigen Zentrum Münchens, führt uns die erste Etappe vorbei am Deutschen Museum in die Isarauen. Auf bekannten und beliebten Wanderwegen geht es nun Richtung Süden. Durch die weitläufige Pupplinger Au am Zusammenfluss von Loisach und Isar erreichen wir unser Tagesziel Wolfratshausen. | ||
== Wegbeschreibung == | == Wegbeschreibung == | ||
<!-- Der Weg in Gehrichtung, in kurzen Absätzen. Abzweigungen und Markierungen nennen, an denen man sich leicht verläuft. Zwischenziele mit ungefährer Gehzeit, z. B. „nach ca. 1½ h erreicht man …“ --> | |||
Beim Aufbruch am Marienplatz wenden wir uns ostwärts. Wir gehen entlang des "Tals", passieren nach wenigen Minuten das Isartor und erreichen mit der Ludwigsbrücke die Stelle, wo Heinrich der Löwe 1158 seinen historischen Brückenschlag vollzog und damit die Stadt München gründete. Wir überqueren die erste Brücke und wenden uns dann nach rechts auf der Museumsinsel zwischen Isar und dem Deutschen Museum südwärts. Die Museumsinsel ist eine Sandbank, die viele Jahrhunderte lang als Floßlände diente. 1903 wurde sie von der Stadt München als Bauplatz für das von Oskar von Miller konzipierte naturwissenschaftlich-technische Museum gestiftet. Schon beim Durchqueren des Innenhofs des Deutschen Museums gibt es einiges zu bestaunen. Interessant ist eine im Pflaster des Hofes eingelassene Bodensonnenuhr, bei der man sich selbst als Zeiger betätigen kann. Die Uhr im Uhrenturm, durch dessen Tor wir den Hof jetzt wieder verlassen, zeigt uns die Tageszeit, den Wochentag, den Monat, die Mondphase und die Stellung der Sonne im Tierkreis an. | Beim Aufbruch am Marienplatz wenden wir uns ostwärts. Wir gehen entlang des "Tals", passieren nach wenigen Minuten das Isartor und erreichen mit der Ludwigsbrücke die Stelle, wo Heinrich der Löwe 1158 seinen historischen Brückenschlag vollzog und damit die Stadt München gründete. Wir überqueren die erste Brücke und wenden uns dann nach rechts auf der Museumsinsel zwischen Isar und dem Deutschen Museum südwärts. Die Museumsinsel ist eine Sandbank, die viele Jahrhunderte lang als Floßlände diente. 1903 wurde sie von der Stadt München als Bauplatz für das von Oskar von Miller konzipierte naturwissenschaftlich-technische Museum gestiftet. Schon beim Durchqueren des Innenhofs des Deutschen Museums gibt es einiges zu bestaunen. Interessant ist eine im Pflaster des Hofes eingelassene Bodensonnenuhr, bei der man sich selbst als Zeiger betätigen kann. Die Uhr im Uhrenturm, durch dessen Tor wir den Hof jetzt wieder verlassen, zeigt uns die Tageszeit, den Wochentag, den Monat, die Mondphase und die Stellung der Sonne im Tierkreis an. | ||
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Das überdachte Ickinger Wehr ermöglicht den Flussübergang zur Westseite und damit den Weiterweg zur Loisachmündung. Der Eingang zur Wehrbrücke ist eine unauffällige Stahltür, auf der wir beim Näherkommen das München-Venedig-Wegzeichen sehen. Den grandiosen Tagesabschluss bildet der berühmte Ausblick vom Riemerschmidpark auf die Wildflusslandschaft. Gelbe Markierungen leiten uns das letzte Stück Weg über Weidach hinunter an das Ziel nach Wolfratshausen. | Das überdachte Ickinger Wehr ermöglicht den Flussübergang zur Westseite und damit den Weiterweg zur Loisachmündung. Der Eingang zur Wehrbrücke ist eine unauffällige Stahltür, auf der wir beim Näherkommen das München-Venedig-Wegzeichen sehen. Den grandiosen Tagesabschluss bildet der berühmte Ausblick vom Riemerschmidpark auf die Wildflusslandschaft. Gelbe Markierungen leiten uns das letzte Stück Weg über Weidach hinunter an das Ziel nach Wolfratshausen. | ||
Variante am Isarwehr: Alternativ geht man an der Ostseite des Kanals auf dem gelb markierten Uferweg entlang der Isar durch die Pupplinger Au bis vor die Isarbrücke. Östlich befinden sich die Gasthöfe Aujäger und Puppiger mit Übernachtungsmöglichkeit. Auch das gerade Teersträßchen führt uns dorthin. Die 700ha große Pupplinger Au ist ein Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzen und Vögeln, das leider durch den starken Erholungsverkehr gefährdet ist. Daher sollte man das hier geltende Wegegebot unbedingt beachten. | Variante am Isarwehr: Alternativ geht man an der Ostseite des Kanals auf dem gelb markierten Uferweg entlang der Isar durch die Pupplinger Au bis vor die Isarbrücke. Östlich befinden sich die Gasthöfe Aujäger und Puppiger mit Übernachtungsmöglichkeit. Auch das gerade Teersträßchen führt uns dorthin. Die 700ha große Pupplinger Au ist ein Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzen und Vögeln, das leider durch den starken Erholungsverkehr gefährdet ist. Daher sollte man das hier geltende Wegegebot unbedingt beachten. | ||
== Schlüsselstellen und Gefahren == | == Schlüsselstellen und Gefahren == | ||
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== Wasser und Einkehr == | == Wasser und Einkehr == | ||
<!-- Wo kann man Wasser auffüllen, wo einkehren, wo einkaufen? Besonders wichtig auf langen Etappen ohne Hütte. --> | <!-- Wo kann man Wasser auffüllen, wo einkehren, wo einkaufen? Besonders wichtig auf langen Etappen ohne Hütte. --> | ||
Einkehr entlang des Weges in Pullach (mehrere Lokale entlang des Weges, Einkaufsmöglichkeit, Eisdiele), Kloster Schäftlarn (Klostergaststätte), und beim Wirtshaus Brückenfischer hinter Schäftlarn. | |||
== Varianten und Notabstiege == | == Varianten und Notabstiege == | ||
<!-- Schlechtwettervariante, Umgehung schwieriger Stellen, wo man die Etappe abbrechen und ins Tal absteigen kann. --> | <!-- Schlechtwettervariante, Umgehung schwieriger Stellen, wo man die Etappe abbrechen und ins Tal absteigen kann. --> | ||
An der Großhesseloher Brücke folgen viele Wanderer dem Uferweg. Auch in einigen Wanderführern ist der Weg so beschrieben. Lohnender ist es, hier einen kurzen Aufstieg zum Isarhochufer in Kauf zu nehmen und dann schattig durch Pullach zu wandern, bis man an der Grünwalder Brücke ankommt. | |||
== An- und Abreise == | == An- und Abreise == | ||
<!-- Bus/Bahn am Start und am Ziel – für alle, die hier ein- oder aussteigen wollen. --> | <!-- Bus/Bahn am Start und am Ziel – für alle, die hier ein- oder aussteigen wollen. --> | ||
Entlang des Weges führt vom Hauptbahnhof in München bis Wolfratshausen die S-Bahn (Linie S7). Haltepunkte sind unter anderem Großhesseloher Brücke, Pullach und Schäftlarn. | |||
== Aktuelle Hinweise == | == Aktuelle Hinweise == | ||
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== Karten == | == Karten == | ||
<!-- Passende Wanderkarten (Verlag, Nummer, Maßstab). --> | <!-- Passende Wanderkarten (Verlag, Nummer, Maßstab). --> | ||
Topographische Karte UKL1 Ammersee – Starnberger See und Umgebung, 1:50000; Kompasswanderkarte 180 Starnberger See – Ammersee, 1:50000 (ab München Marienklause); Topographische Karte UKC1 München und Umgebung, 1:100000; Wanderführer Isartal mit Wegekarte 1:50000 des Isartalvereins, Uhlandstraße 5, 80336 München | |||
Version vom 4. November 2026, 15:23 Uhr
| München (Marienplatz) → Wolfratshausen | |
|---|---|
| Abschnitt | Voralpenland |
| Strecke | 32 km |
| Aufstieg / Abstieg | ↑ 80 m / ↓ 0 m |
| Gehzeit | 8h h |
| Höchster Punkt | |
| Schwierigkeit | mittel |
| Stand: 4.11.2026 | |
| nächste Etappe → | |
Überblick
Beim Aufbruch am Marienplatz wenden wir uns ostwärts. Wir gehen entlang des "Tals", passieren nach wenigen Minuten das Isartor und erreichen mit der Ludwigsbrücke die Stelle, wo Heinrich der Löwe 1158 seinen historischen Brückenschlag vollzog und damit die Stadt München gründete. Wir überqueren die erste Brücke und wenden uns dann nach rechts auf der Museumsinsel zwischen Isar und dem Deutschen Museum südwärts. Die Museumsinsel ist eine Sandbank, die viele Jahrhunderte lang als Floßlände diente. 1903 wurde sie von der Stadt München als Bauplatz für das von Oskar von Miller konzipierte naturwissenschaftlich-technische Museum gestiftet. Schon beim Durchqueren des Innenhofs des Deutschen Museums gibt es einiges zu bestaunen. Interessant ist eine im Pflaster des Hofes eingelassene Bodensonnenuhr, bei der man sich selbst als Zeiger betätigen kann. Die Uhr im Uhrenturm, durch dessen Tor wir den Hof jetzt wieder verlassen, zeigt uns die Tageszeit, den Wochentag, den Monat, die Mondphase und die Stellung der Sonne im Tierkreis an.
Über die Zenneck-Brücke gelangen wir zur Ostseite der Isar und schwenken nach rechts auf die Uferstraße ein. Nun folgen wir dem sogenannten Planetenweg des Deutschen Museums, dessen Startpunkt sich ebenfalls im Museumsinnenhof befindet. Auf Informationstafeln entlang dieses Weges ist Wissenswertes über unsere Nachbarplaneten aufgezeichnet. Die Abstände der Tafeln markieren die relativen Abstände der Planeten im Sonnensystem. Nach der Unterquerung der Braunauer Eisenbahnbrücke und des mittleren Rings schlendern wir vorbei am Flauchersteg zum Tierpark Hellabrunn. An seinem südwestlichen Ende liegt die Marienklause. Hier queren wir den Fluss sowie einen weiteren Wasserarm und halten uns halblinks Richtung Hinterbrühler See. Dort passieren wir die Brücke auf die westliche Seite der Floßlände und gelangen auf eine Teerstraße. Ab diesem Punkt geht man stets direkt am Ufer entlang südwärts. Fast unmerklich verlassen wir die Stadt. Mit der Großhesseloher Brücke lassen wir Münchens Stadtgrenze hinter uns. Die Halbzeit unserer Tagesetappe erreichen wir am Georgenstein, der unterhalb der Gemeinde Baierbrunn aus der Isar ragt. Dieser Nagelfluhfelsen stürzte einst vom östlichen Steilufer in das Flussbett.
Etwa 1,5km, nachdem sich Isar und Isarkanal wieder vereinigt haben, stoßen wir auf eine Weggabelung mit einer Ruhebank, an der wir uns links halten (gelbe Markierungen). Achtung, dieses Wegstück ist in der topographischen Karte 1:100000 nicht eingezeichnet! Wir wandern jetzt an der sogenannten Bürg vorbei, einer gut erhaltenen keltischen Befestigungsanlage mit konzentrischen Gräben und Wällen, der sich auch die Römer und später die Baiern bedienten. Auf schattigen Waldwegen gelangen wir nach etwa 5*Stunden zum Kloster Schäftlarn. Hier bietet sich der beliebte Biergarten der Klostergaststätte zur Mittagsrast an. Dies kann auch mit einer Besichtigung der bekannten Rokokokirche verbunden werden. Das Kloster wurde 762 gegründet und gehört zu den bayrischen >>Urklöstern<<. Seine heutige Form erhielt es im frühen 18. Jahrhundert.
Für den Weiterweg treffen wir auf die am Wochenende oft stark befahrene Autostraße, der wir abwärts bis zum Wirtshaus Brückenfischer folgen, wobei wir die Isar erneut überqueren. Hinter dem Haus befindet sich der Isarwerkkanal, der von hohen Dämmen gesäumt wird. Man folgt dem westseitigen Dammpfad, an dessen Ende der mit Wasservögeln belebte Stausee zum Baden einlädt.
Das überdachte Ickinger Wehr ermöglicht den Flussübergang zur Westseite und damit den Weiterweg zur Loisachmündung. Der Eingang zur Wehrbrücke ist eine unauffällige Stahltür, auf der wir beim Näherkommen das München-Venedig-Wegzeichen sehen. Den grandiosen Tagesabschluss bildet der berühmte Ausblick vom Riemerschmidpark auf die Wildflusslandschaft. Gelbe Markierungen leiten uns das letzte Stück Weg über Weidach hinunter an das Ziel nach Wolfratshausen. Variante am Isarwehr: Alternativ geht man an der Ostseite des Kanals auf dem gelb markierten Uferweg entlang der Isar durch die Pupplinger Au bis vor die Isarbrücke. Östlich befinden sich die Gasthöfe Aujäger und Puppiger mit Übernachtungsmöglichkeit. Auch das gerade Teersträßchen führt uns dorthin. Die 700ha große Pupplinger Au ist ein Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzen und Vögeln, das leider durch den starken Erholungsverkehr gefährdet ist. Daher sollte man das hier geltende Wegegebot unbedingt beachten.
Schlüsselstellen und Gefahren
Unterkünfte
| Name | Höhe | Telefon | Geöffnet | Stand |
|---|---|---|---|---|
| m | ||||
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Wasser und Einkehr
Einkehr entlang des Weges in Pullach (mehrere Lokale entlang des Weges, Einkaufsmöglichkeit, Eisdiele), Kloster Schäftlarn (Klostergaststätte), und beim Wirtshaus Brückenfischer hinter Schäftlarn.
Varianten und Notabstiege
An der Großhesseloher Brücke folgen viele Wanderer dem Uferweg. Auch in einigen Wanderführern ist der Weg so beschrieben. Lohnender ist es, hier einen kurzen Aufstieg zum Isarhochufer in Kauf zu nehmen und dann schattig durch Pullach zu wandern, bis man an der Grünwalder Brücke ankommt.
An- und Abreise
Entlang des Weges führt vom Hauptbahnhof in München bis Wolfratshausen die S-Bahn (Linie S7). Haltepunkte sind unter anderem Großhesseloher Brücke, Pullach und Schäftlarn.
Aktuelle Hinweise
- Monat Jahr: …
Bilder
Karten
Topographische Karte UKL1 Ammersee – Starnberger See und Umgebung, 1:50000; Kompasswanderkarte 180 Starnberger See – Ammersee, 1:50000 (ab München Marienklause); Topographische Karte UKC1 München und Umgebung, 1:100000; Wanderführer Isartal mit Wegekarte 1:50000 des Isartalvereins, Uhlandstraße 5, 80336 München