Etappe 24: Unterschied zwischen den Versionen
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== Überblick == | == Überblick == | ||
<!-- 2–3 Sätze: Charakter der Etappe, Höhepunkte, worauf man sich einstellen muss. Wer nur diesen Absatz liest, soll wissen, was ihn erwartet. --> | <!-- 2–3 Sätze: Charakter der Etappe, Höhepunkte, worauf man sich einstellen muss. Wer nur diesen Absatz liest, soll wissen, was ihn erwartet. --> | ||
Der Nevegal ist der Hausberg der Belluneser, genau wie das Brauneck der Hausberg der Münchner ist. Im Winter herrscht reges Skitreiben und viele Einheimische haben dort Ferienhäuser. Ein letztes Mal auf dieser Wanderung kommt das Gefühl auf, dass wir eine Bergtour machen, denn die Hänge des Nevegal mit ihren Almwiesen erinnern tatsächlich an das Voralpenland. | |||
== Wegbeschreibung == | == Wegbeschreibung == | ||
<!-- Der Weg in Gehrichtung, in kurzen Absätzen. Abzweigungen und Markierungen nennen, an denen man sich leicht verläuft. Zwischenziele mit ungefährer Gehzeit, z. B. „nach ca. 1½ h erreicht man …“ --> | <!-- Der Weg in Gehrichtung, in kurzen Absätzen. Abzweigungen und Markierungen nennen, an denen man sich leicht verläuft. Zwischenziele mit ungefährer Gehzeit, z. B. „nach ca. 1½ h erreicht man …“ -->[[Datei:Karte Etappe 24.png|mini|Etappe 24]] | ||
Nur der Höhenzug des Nevegal trennt uns noch von der oberitalienischen Ebene. Um ihn zu überwinden, bieten sich zwei Möglichkeiten an. Unsere Hauptroute, die Jochvariante, führt über den Sattel zwischen Monte Boral und den Col della Poiatte nach Revine. Bei der Gipfelvariante erklimmt man den Col Visentin, übernachtet dort und steigt erst am folgenden Tag ab (man benötigt also einen Zusatztag!). Bei klarem Wetter, wenn man vom Kamm des Nevegal bis nach Venedig und zur Adria sehen kann, ist die Übernachtung auf dem Col Visentin und der lange Panoramaweg ein unvergessliches Erlebnis. | |||
Die Piazza dei Martiri (A) in Belluno verlassen wir Richtung Süden in die Via 30 April. Nach 200 m erreichen wir den Domplatz. Hier nehmen wir bequemerweise die Rolltreppe, die vom Domplatz direkt zum Großparkplatz am Piave führt. Parkplatz und Rolltreppe wurden erbaut, um den Autoverkehr aus der Stadt fernzuhalten. Am südlichen Ortsausgang von Belluno überqueren wir die große Piavebrücke „Ponte della Vittoria“. Nach nur wenigen Metern auf der viel befahrenen Straße biegen wir links nach Castiòn und dem Ort Nevegal ab. Sogleich zweigt erneut links ein kleines Sträßchen ab, das auf den ersten Blick fast wie eine Einfahrt aussieht. Auf diesem bleiben wir nun. Es verläuft ansteigend und ist bald für den Autoverkehr gesperrt. Ein herrlicher Ausblick über die Ponte delle Vittoria und die malerische Altstadt mit der beeindruckenden Schiara und dem Monte Pelf im Hintergrund öffnet sich. Auf ruhigem Weg weiter aufwärts steigend kommen wir zurück zur Hauptstraße und danach ins Dorf Castiòn. Etwa 300 Meter hinter dem Ortseingang biegen wir rechts in die Nebenstraße Via del Favero ein. Auf dem Dorfplatz, an dem fünf Straßen münden, trennen sich Gipfel- und Jochvariante (1, 0:45h). | |||
Jochvariante (Hauptweg): Wir verlassen den Platz nach rechts, wandern zum Ortsausgang und von dort nach links auf der wenig befahrenen Landstraße hinunter ins Tal des Torrente Turriga. Nachdem wir eine alte Mühle passiert haben erreichen wir Castoi (2, 1:30h). Hier schwenken wir nach links und wandern oberhalb des Torrente Cicogna stetig bergan. Vorbei an den malerischen Dörfchen Cet, Pian del Monte und Tassei gelangen wir nach Valmorel (808m, 3, 4:00h). Im Ort biegen wir links ab, folgen der Straße bis zur zweiten Abzweigung nach links (Höhenpunkt 833) und gelangen so zur Casera Monte Gal (920m, 4, 4:45h). Hier an der Alm wird die Fahrstraße zu einem Wirtschaftsweg über die Almwiesen, der uns schließlich zum Pass führt. Abzweigende Almwege, die oft blind an einer Weide enden, sorgen stellenweise für Verwirrung. Im Zweifelsfall halten wir uns immer in Richtung Talgrund. Nach dem letzten Aufstieg über einen steinigen Weg durch ein Wäldchen ist auf einer Höhe von 1100 Metern auf die Querstraße zu achten, die nach links zu den bewirtschafteten Hütten auf dem Pian de le Femene abbiegt (5, 5:45h). | |||
Zum Abstieg aus der Almregion bietet sich neben der Autostraße, die uns über zum Teil weit ausholende Serpentinen in zwei Stunden nach Revine führt, ein steiler und steiniger Fußweg mit der Nummer 1032 an. Der Einstieg ist ein Wiesenweg gegenüber dem Rifugio Mamel (Pfosten mit Hinweis). Nun gilt es, die letzten alpinen Höhenmeter, 900 an der Zahl, zu überwinden! Nach Zufahrten, die zu überqueren sind, setzt sich der Abstieg immer wieder über Böschungen fort (rote Markierungen). Das letzte Stückchen des Abstiegs verläuft über einen Grasweg und über Ortsstraßen von Revine (E, 8:00h). Im Ortskern selbst gibt es leider keine Übernachtungsmöglichkeiten. Die nächstgelegene Unterkunft ist das Hotel Giulia, das einen Swimmingpool und ein traditionelles Restaurant mit guter, regionaler Küche anzubieten hat. Man erreicht es vom Ortsinneren, indem man der Via della Valle zum westlichen Ortsausgang folgt. Das Hotel liegt rechts an der Hauptverkehrsstraße. Folgt man dieser Straße etwa 1.2 km weiter in dieser Richtung, erreicht man den Campingplatz Riva d'Oro. Venedigwanderer sind hier willkommen, der Platz bietet Bungalows oder Wohnwagen für eine Nacht, was vor allem für Gruppen eine preisgünstige Alternative sein dürfte. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten bestehen in den Orten Tarzo und Arfanta (Wegbeschreibung siehe folgende Etappe, siehe auch Tipp). | |||
Gipfelvariante: Über den Dorfplatz von Castiòn wandern wir geradeaus nach Faverga (Via Faverga) und Cirvoi (Via Cirvoi). Hier wird das Sträßchen (Via Col del Gou) noch schmaler und die Steigung nimmt zu. Ungefähr zwei Kilometer nach Cirvoi an der Gabelung der Wirtschaftswege oben im Bergwald (ca. 825 Höhenmeter) halten wir uns rechts. Wir meistern nochmals 1,5 Kilometer Autostraße und gelangen auf stillem Weg zur Hotelsiedlung Nevegal (1024m). Ab der Liftstation steigen wir zunächst auf dem Weg 1 Richtung Rifugio Bristot bis zu einer Höhe von etwa 1200 Metern auf. Dann folgen wir der Markierung Nr. 6 zu den Casera Col Toront (ca. 1400m) und weiter dem naturbelassenen Weg Nr. 7 zum Fahrweg Nr. 13. Dieser bringt uns endlich auf den Col Visentin. Direkt dort liegt das Rifugio 5° Art. Alpina, in dem wir die Nacht verbringen. Für diesen Aufstieg von 1400 Höhenmetern über eine Strecke von 18 Kilometern müssen wir eine Gehzeit von fünf bis sechs Stunden kalkulieren. | |||
Am nächsten Tag steigen wir zuerst auf der breiten Schotterstraße 2,5 Kilometer zur Forcella Zoppei ab (1417m). Hier verweist ein Pfosten mit Schild nicht nur auf den Traumpfad München–Venedig, sondern auch auf die Wanderroute 1 der Provinz Treviso (TV1). Die Inschrift »Sentiero Panoramico« verrät auch – klare Sicht vorausgesetzt – was uns während der nächsten fünf Kilometer auf dem Kammpfad hinüber zum Pian de le Femene erwartet. Pfadspuren, Zufahrtswege und hier und dort rote Markierungen weisen uns die Richtung. Einmalige Ausblicke und die reiche Flora verkürzen den Weg. Er führt über den Monte Agnellezze (1502m) und Monte Pezza (1436 m) zum Col della Poiatte und hinunter zum Rifugio Mamel (1140m, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit) auf dem Pian de le Femene. Der Abstieg erfolgt wie oben beschrieben. | |||
Tipp: Busfahrt zum Nevegal | |||
Der Aufstieg kann mit der Buslinie über Faverga und Cirvoi bis zur Hotelsiedlung Nevegal und dem Sessellift auf das Col Faverghera um die Hälfte verkürzt werden. Auskünfte zu den Fahrzeiten erhält man in der Touristeninformation Belluno oder am Busbahnhof. Aber selbst mit dieser Hilfe ist die Tour wegen des langen Abstiegs kaum an einem Tag zu bewältigen. Auch bis nach La Casera am Nordende des Kammes existiert eine Buslinie. Wer den Gratweg von hier aus begehen will, kann bei den Casera Faverghera einen botanischen Alpengarten besichtigen, der auf etwa 1540 Meter Meereshöhe liegt. | |||
Tipp: Le Noci | |||
Bis vor einigen Jahren gab es kaum Übernachtungsmöglichkeit im Hügelland zwischen Revine und Ponte Priula. Nur am Nevegal selbst existierten für den Wintersport einige Hotels und Berghütten. Zudem verfielen die abgelegenen Hofstellen, weil sich die Landwirtschaft nicht mehr lohnte und die Menschen wegzogen. Als Urlaubsgebiet waren die >>Dolci Colline Trevigiani<< unentdeckt, denn der Fremdenverkehr fand an den Adria-Stränden statt. Inzwischen wurde diese wunderschöne Region jedoch durch sanften Tourismus erschlossen. Alte Höfe werden zu kleinen, familiären Pensionen umgebaut und bieten damit auch dem Venedigwanderer schöne Unterkunftsmöglichkeiten. Ein besonders ansprechendes Haus dieser Art ist das Agriturismo Le Noci in Arfanta. Es liegt knapp zwei Kilometer hinter dem westlichen Ortsausgang von Tarzo (Abzweigung Loc. Costarut nach links von der Straße). Der kleine Abstecher lohnt sich! Und wer sich am Passo Duran im Rifugio San Sebastiano Klettersteigmaterial ausgeliehen hat, muss ohnehin hierher, um es wieder abzugeben. Am folgenden Wandertag nimmt man einen Pfad direkt durch den weitläufigen Grund von Le Noci und kommt so ohne weitere Umwege an den Weg zum Mulinetto della Croda. | |||
== Schlüsselstellen und Gefahren == | == Schlüsselstellen und Gefahren == | ||
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== Karten == | == Karten == | ||
<!-- Passende Wanderkarten (Verlag, Nummer, Maßstab). --> | <!-- Passende Wanderkarten (Verlag, Nummer, Maßstab). --> | ||
Tabacco 024 Prealpi e Dolomiti Bellunesi, 1:25 000 (bis zum Joch und für Gipfelvariante); Cartine Zanetti 5, Vittorio Veneto, 1:30:000 (Abstieg vom Joch). | |||
Aktuelle Version vom 4. November 2026, 21:49 Uhr
| Belluno → Revine | |
|---|---|
| Abschnitt | Piave |
| Strecke | 27 km |
| Aufstieg / Abstieg | ↑ 800 m / ↓ 920 m |
| Gehzeit | 8 h |
| Höchster Punkt | Nevegal |
| Schwierigkeit | leicht |
| Stand: | |
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Überblick
Der Nevegal ist der Hausberg der Belluneser, genau wie das Brauneck der Hausberg der Münchner ist. Im Winter herrscht reges Skitreiben und viele Einheimische haben dort Ferienhäuser. Ein letztes Mal auf dieser Wanderung kommt das Gefühl auf, dass wir eine Bergtour machen, denn die Hänge des Nevegal mit ihren Almwiesen erinnern tatsächlich an das Voralpenland.
Wegbeschreibung

Nur der Höhenzug des Nevegal trennt uns noch von der oberitalienischen Ebene. Um ihn zu überwinden, bieten sich zwei Möglichkeiten an. Unsere Hauptroute, die Jochvariante, führt über den Sattel zwischen Monte Boral und den Col della Poiatte nach Revine. Bei der Gipfelvariante erklimmt man den Col Visentin, übernachtet dort und steigt erst am folgenden Tag ab (man benötigt also einen Zusatztag!). Bei klarem Wetter, wenn man vom Kamm des Nevegal bis nach Venedig und zur Adria sehen kann, ist die Übernachtung auf dem Col Visentin und der lange Panoramaweg ein unvergessliches Erlebnis.
Die Piazza dei Martiri (A) in Belluno verlassen wir Richtung Süden in die Via 30 April. Nach 200 m erreichen wir den Domplatz. Hier nehmen wir bequemerweise die Rolltreppe, die vom Domplatz direkt zum Großparkplatz am Piave führt. Parkplatz und Rolltreppe wurden erbaut, um den Autoverkehr aus der Stadt fernzuhalten. Am südlichen Ortsausgang von Belluno überqueren wir die große Piavebrücke „Ponte della Vittoria“. Nach nur wenigen Metern auf der viel befahrenen Straße biegen wir links nach Castiòn und dem Ort Nevegal ab. Sogleich zweigt erneut links ein kleines Sträßchen ab, das auf den ersten Blick fast wie eine Einfahrt aussieht. Auf diesem bleiben wir nun. Es verläuft ansteigend und ist bald für den Autoverkehr gesperrt. Ein herrlicher Ausblick über die Ponte delle Vittoria und die malerische Altstadt mit der beeindruckenden Schiara und dem Monte Pelf im Hintergrund öffnet sich. Auf ruhigem Weg weiter aufwärts steigend kommen wir zurück zur Hauptstraße und danach ins Dorf Castiòn. Etwa 300 Meter hinter dem Ortseingang biegen wir rechts in die Nebenstraße Via del Favero ein. Auf dem Dorfplatz, an dem fünf Straßen münden, trennen sich Gipfel- und Jochvariante (1, 0:45h).
Jochvariante (Hauptweg): Wir verlassen den Platz nach rechts, wandern zum Ortsausgang und von dort nach links auf der wenig befahrenen Landstraße hinunter ins Tal des Torrente Turriga. Nachdem wir eine alte Mühle passiert haben erreichen wir Castoi (2, 1:30h). Hier schwenken wir nach links und wandern oberhalb des Torrente Cicogna stetig bergan. Vorbei an den malerischen Dörfchen Cet, Pian del Monte und Tassei gelangen wir nach Valmorel (808m, 3, 4:00h). Im Ort biegen wir links ab, folgen der Straße bis zur zweiten Abzweigung nach links (Höhenpunkt 833) und gelangen so zur Casera Monte Gal (920m, 4, 4:45h). Hier an der Alm wird die Fahrstraße zu einem Wirtschaftsweg über die Almwiesen, der uns schließlich zum Pass führt. Abzweigende Almwege, die oft blind an einer Weide enden, sorgen stellenweise für Verwirrung. Im Zweifelsfall halten wir uns immer in Richtung Talgrund. Nach dem letzten Aufstieg über einen steinigen Weg durch ein Wäldchen ist auf einer Höhe von 1100 Metern auf die Querstraße zu achten, die nach links zu den bewirtschafteten Hütten auf dem Pian de le Femene abbiegt (5, 5:45h).
Zum Abstieg aus der Almregion bietet sich neben der Autostraße, die uns über zum Teil weit ausholende Serpentinen in zwei Stunden nach Revine führt, ein steiler und steiniger Fußweg mit der Nummer 1032 an. Der Einstieg ist ein Wiesenweg gegenüber dem Rifugio Mamel (Pfosten mit Hinweis). Nun gilt es, die letzten alpinen Höhenmeter, 900 an der Zahl, zu überwinden! Nach Zufahrten, die zu überqueren sind, setzt sich der Abstieg immer wieder über Böschungen fort (rote Markierungen). Das letzte Stückchen des Abstiegs verläuft über einen Grasweg und über Ortsstraßen von Revine (E, 8:00h). Im Ortskern selbst gibt es leider keine Übernachtungsmöglichkeiten. Die nächstgelegene Unterkunft ist das Hotel Giulia, das einen Swimmingpool und ein traditionelles Restaurant mit guter, regionaler Küche anzubieten hat. Man erreicht es vom Ortsinneren, indem man der Via della Valle zum westlichen Ortsausgang folgt. Das Hotel liegt rechts an der Hauptverkehrsstraße. Folgt man dieser Straße etwa 1.2 km weiter in dieser Richtung, erreicht man den Campingplatz Riva d'Oro. Venedigwanderer sind hier willkommen, der Platz bietet Bungalows oder Wohnwagen für eine Nacht, was vor allem für Gruppen eine preisgünstige Alternative sein dürfte. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten bestehen in den Orten Tarzo und Arfanta (Wegbeschreibung siehe folgende Etappe, siehe auch Tipp).
Gipfelvariante: Über den Dorfplatz von Castiòn wandern wir geradeaus nach Faverga (Via Faverga) und Cirvoi (Via Cirvoi). Hier wird das Sträßchen (Via Col del Gou) noch schmaler und die Steigung nimmt zu. Ungefähr zwei Kilometer nach Cirvoi an der Gabelung der Wirtschaftswege oben im Bergwald (ca. 825 Höhenmeter) halten wir uns rechts. Wir meistern nochmals 1,5 Kilometer Autostraße und gelangen auf stillem Weg zur Hotelsiedlung Nevegal (1024m). Ab der Liftstation steigen wir zunächst auf dem Weg 1 Richtung Rifugio Bristot bis zu einer Höhe von etwa 1200 Metern auf. Dann folgen wir der Markierung Nr. 6 zu den Casera Col Toront (ca. 1400m) und weiter dem naturbelassenen Weg Nr. 7 zum Fahrweg Nr. 13. Dieser bringt uns endlich auf den Col Visentin. Direkt dort liegt das Rifugio 5° Art. Alpina, in dem wir die Nacht verbringen. Für diesen Aufstieg von 1400 Höhenmetern über eine Strecke von 18 Kilometern müssen wir eine Gehzeit von fünf bis sechs Stunden kalkulieren.
Am nächsten Tag steigen wir zuerst auf der breiten Schotterstraße 2,5 Kilometer zur Forcella Zoppei ab (1417m). Hier verweist ein Pfosten mit Schild nicht nur auf den Traumpfad München–Venedig, sondern auch auf die Wanderroute 1 der Provinz Treviso (TV1). Die Inschrift »Sentiero Panoramico« verrät auch – klare Sicht vorausgesetzt – was uns während der nächsten fünf Kilometer auf dem Kammpfad hinüber zum Pian de le Femene erwartet. Pfadspuren, Zufahrtswege und hier und dort rote Markierungen weisen uns die Richtung. Einmalige Ausblicke und die reiche Flora verkürzen den Weg. Er führt über den Monte Agnellezze (1502m) und Monte Pezza (1436 m) zum Col della Poiatte und hinunter zum Rifugio Mamel (1140m, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit) auf dem Pian de le Femene. Der Abstieg erfolgt wie oben beschrieben.
Tipp: Busfahrt zum Nevegal
Der Aufstieg kann mit der Buslinie über Faverga und Cirvoi bis zur Hotelsiedlung Nevegal und dem Sessellift auf das Col Faverghera um die Hälfte verkürzt werden. Auskünfte zu den Fahrzeiten erhält man in der Touristeninformation Belluno oder am Busbahnhof. Aber selbst mit dieser Hilfe ist die Tour wegen des langen Abstiegs kaum an einem Tag zu bewältigen. Auch bis nach La Casera am Nordende des Kammes existiert eine Buslinie. Wer den Gratweg von hier aus begehen will, kann bei den Casera Faverghera einen botanischen Alpengarten besichtigen, der auf etwa 1540 Meter Meereshöhe liegt.
Tipp: Le Noci
Bis vor einigen Jahren gab es kaum Übernachtungsmöglichkeit im Hügelland zwischen Revine und Ponte Priula. Nur am Nevegal selbst existierten für den Wintersport einige Hotels und Berghütten. Zudem verfielen die abgelegenen Hofstellen, weil sich die Landwirtschaft nicht mehr lohnte und die Menschen wegzogen. Als Urlaubsgebiet waren die >>Dolci Colline Trevigiani<< unentdeckt, denn der Fremdenverkehr fand an den Adria-Stränden statt. Inzwischen wurde diese wunderschöne Region jedoch durch sanften Tourismus erschlossen. Alte Höfe werden zu kleinen, familiären Pensionen umgebaut und bieten damit auch dem Venedigwanderer schöne Unterkunftsmöglichkeiten. Ein besonders ansprechendes Haus dieser Art ist das Agriturismo Le Noci in Arfanta. Es liegt knapp zwei Kilometer hinter dem westlichen Ortsausgang von Tarzo (Abzweigung Loc. Costarut nach links von der Straße). Der kleine Abstecher lohnt sich! Und wer sich am Passo Duran im Rifugio San Sebastiano Klettersteigmaterial ausgeliehen hat, muss ohnehin hierher, um es wieder abzugeben. Am folgenden Wandertag nimmt man einen Pfad direkt durch den weitläufigen Grund von Le Noci und kommt so ohne weitere Umwege an den Weg zum Mulinetto della Croda.
Schlüsselstellen und Gefahren
Unterkünfte
| Name | Höhe | Telefon | Geöffnet | Stand |
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Wasser und Einkehr
Varianten und Notabstiege
An- und Abreise
Aktuelle Hinweise
- Monat Jahr: …
Bilder
Karten
Tabacco 024 Prealpi e Dolomiti Bellunesi, 1:25 000 (bis zum Joch und für Gipfelvariante); Cartine Zanetti 5, Vittorio Veneto, 1:30:000 (Abstieg vom Joch).