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Etappe 01: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Traumpfad München-Venedig
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| ziel          = Wolfratshausen
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== Überblick ==
== Überblick ==
<!-- 2–3 Sätze: Charakter der Etappe, Höhepunkte, worauf man sich einstellen muss. Wer nur diesen Absatz liest, soll wissen, was ihn erwartet. --
<!-- 2–3 Sätze: Charakter der Etappe, Höhepunkte, worauf man sich einstellen muss. Wer nur diesen Absatz liest, soll wissen, was ihn erwartet. -->
Vom Marienplatz, dem geschäftigen Zentrum Münchens, führt uns die erste Etappe vorbei am Deutschen Museum in die Isarauen. Auf bekannten und beliebten Wanderwegen geht es nun Richtung Süden. Durch die weitläufige Pupplinger Au am Zusammenfluss von Loisach und Isar erreichen wir unser Tagesziel Wolfratshausen.
Vom Marienplatz, dem geschäftigen Zentrum Münchens, führt uns die erste Etappe vorbei am Deutschen Museum in die Isarauen. Auf bekannten und beliebten Wanderwegen geht es nun Richtung Süden. Durch die weitläufige Pupplinger Au am Zusammenfluss von Loisach und Isar erreichen wir unser Tagesziel Wolfratshausen.


== Wegbeschreibung ==
== Wegbeschreibung ==
<!-- Der Weg in Gehrichtung, in kurzen Absätzen. Abzweigungen und Markierungen nennen, an denen man sich leicht verläuft. Zwischenziele mit ungefährer Gehzeit, z. B. „nach ca. 1½ h erreicht man …“ -->
<!-- Der Weg in Gehrichtung, in kurzen Absätzen. Abzweigungen und Markierungen nennen, an denen man sich leicht verläuft. Zwischenziele mit ungefährer Gehzeit, z. B. „nach ca. 1½ h erreicht man …“ -->[[Datei:Karte Etappe 01 V0.png|mini]]
Beim Aufbruch am Marienplatz wenden wir uns ostwärts. Wir gehen entlang des "Tals", passieren nach wenigen Minuten das Isartor und erreichen mit der Ludwigsbrücke die Stelle, wo Heinrich der Löwe 1158 seinen historischen Brückenschlag vollzog und damit die Stadt München gründete. Wir überqueren die erste Brücke und wenden uns dann nach rechts auf der Museumsinsel zwischen Isar und dem Deutschen Museum südwärts. Die Museumsinsel ist eine Sandbank, die viele Jahrhunderte lang als Floßlände diente. 1903 wurde sie von der Stadt München als Bauplatz für das von Oskar von Miller konzipierte naturwissenschaftlich-technische Museum gestiftet. Schon beim Durchqueren des Innenhofs des Deutschen Museums gibt es einiges zu bestaunen. Interessant ist eine im Pflaster des Hofes eingelassene Bodensonnenuhr, bei der man sich selbst als Zeiger betätigen kann. Die Uhr im Uhrenturm, durch dessen Tor wir den Hof jetzt wieder verlassen, zeigt uns die Tageszeit, den Wochentag, den Monat, die Mondphase und die Stellung der Sonne im Tierkreis an.
Beim Aufbruch am Marienplatz wenden wir uns ostwärts. Wir gehen entlang des »Tals«, passieren nach wenigen Minuten das Isartor und erreichen bei der Ludwigsbrücke die Stelle, wo Heinrich der Löwe 1158 seinen historischen Brückenschlag vollzog und damit die Stadt München gründete. Wir überqueren die erste Brücke und wenden uns dann nach rechts auf der Museumsinsel zwischen der Isar und dem Deutschen Museum südwärts. Die Museumsinsel ist eine Sandbank, die viele Jahrhunderte den Isarflößern als Lände diente. 1903 wurde sie von der Stadt München als Bauplatz für das von Oskar von Miller konzipierte naturwissenschaftlich-technische Museum gestiftet, das heute das größte seiner Art in der Welt ist. Beim Durchqueren des morgendlich kühlen Museumsinnenhofs kann man im Vorbeigehen einige Exponate betrachten. Die Uhr im Uhrenturm, durch dessen Tor wir den Hof wieder verlassen, zeigt die Tageszeit, den Wochentag, den Monat, die Mondphase und die Stellung der Sonne im Tierkreis an. Über die schmale Zenneck-Brücke gelangen wir zur Ostseite der Isar und schwenken nach rechts auf die Uferstraße ein. Nun folgen wir dem sogenannten Planetenweg des Deutschen Museums, dessen Startpunkt sich ebenfalls im Museumsinnenhof befindet. Auf Informationstafeln entlang dieses Weges ist Wissenswertes über unsere Nachbarplaneten aufgezeichnet. Die Abstände der Tafeln entsprechen den relativen Abständen der Planeten im Sonnensystem. Nach der Unterquerung der Braunauer Eisenbahnbrücke und des Mittleren Rings schlendern wir vorbei am Flauchersteg zum Tierpark Hellabrunn (1, 1:30#h) . An dessen südwestlichem Ende befindet sich die Marienklause, bei der wir den Fluss sowie den Isarwerkkanal überqueren, um uns anschließend halblinks Richtung Hinterbrühler See zu halten. Dort nehmen wir die Brücke auf die westliche Seite der Floßlände, wo wir auf eine Teerstraße gelangen. Dieser folgen wir nur kurz nach links, erreichen bald wieder einen schönen Uferweg am Werkkanal und verlassen dann, südwärts am Wasser entlang wandernd, fast unmerklich die Stadt.  


Über die Zenneck-Brücke gelangen wir zur Ostseite der Isar und schwenken nach rechts auf die Uferstraße ein. Nun folgen wir dem sogenannten Planetenweg des Deutschen Museums, dessen Startpunkt sich ebenfalls im Museumsinnenhof befindet. Auf Informationstafeln entlang dieses Weges ist Wissenswertes über unsere Nachbarplaneten aufgezeichnet. Die Abstände der Tafeln markieren die relativen Abstände der Planeten im Sonnensystem. Nach der Unterquerung der Braunauer Eisenbahnbrücke und des mittleren Rings schlendern wir vorbei am Flauchersteg zum Tierpark Hellabrunn. An seinem südwestlichen Ende liegt die Marienklause. Hier queren wir den Fluss sowie einen weiteren Wasserarm und halten uns halblinks Richtung Hinterbrühler See. Dort passieren wir die Brücke auf die westliche Seite der Floßlände und gelangen auf eine Teerstraße. Ab diesem Punkt geht man stets direkt am Ufer entlang südwärts. Fast unmerklich verlassen wir die Stadt. Mit der Großhesseloher Brücke lassen wir Münchens Stadtgrenze hinter uns.
Vor uns wird nun die Großhesseloher Brücke (2:30h) sichtbar, bei deren Fundamenten angekommen wir dem Isartal vorübergehend den Rücken kehren. Wer will, kann auch einfach weiter dem Werkkanal folgen, aber abwechslungsreicher und vor allem schattiger ist's oben auf dem Hochufer. Dieses erklimmen wir also jetzt auf dem recht steilen Teersträßchen, unterqueren, bevor wir ganz oben angekommen sind, nach links auf einem Fußweg die Eisenbahnschienen und erreichen vorbei an einem prachtvollen Bauerngarten einen guten Wanderweg, der immer parallel zum Hochufer durch einen schönen und angenehm kühlen Laubwald führt. Nun ist der Biergarten der sehr bekannten Großhesseloher Waldwirtschaft  nicht mehr weit, den man allerdings um diese frühe Tageszeit eher unbelebt vorfinden wird. Wir passieren die Gaststätte, erreichen auf Waldwegen erst die Burg Schwaneck (derzeit als Jugendherberge genutzt, dort Aussichtspunkt mit herrlichem Talblick, Bank) und kurz darauf  über die Heilmannstraße den alten Ortskern der schönen Gemeinde Pullach (3:00h). Den einladenden zentralen Kirchplatz hier nicht für eine kurze Rast zu nutzen, wäre fast eine Sünde, auch Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten gibt es genug. Von hier folgen wir noch für gut 500 Meter der Straße (Habenschadenstraße), bis diese sich schließlich nach rechts vom Hochufer entfernt, während wir uns geradeaus weiter auf schön angelegten Fuß- und Radwegen stets nah am Flusslauf halten.  
Die Halbzeit unserer Tagesetappe erreichen wir am Georgenstein, der unterhalb der Gemeinde Baierbrunn aus der Isar ragt. Dieser Nagelfluhfelsen stürzte einst vom östlichen Steilufer in das Flussbett.  


Etwa 1,5km, nachdem sich Isar und Isarkanal wieder vereinigt haben, stoßen wir auf eine Weggabelung mit einer Ruhebank, an der wir uns links halten (gelbe Markierungen). Achtung, dieses Wegstück ist in der topographischen Karte 1:100000 nicht eingezeichnet! Wir wandern jetzt an der sogenannten Bürg vorbei, einer gut erhaltenen keltischen Befestigungsanlage mit konzentrischen Gräben und Wällen, der sich auch die Römer und später die Baiern bedienten. Auf schattigen Waldwegen gelangen wir nach etwa 5*Stunden zum Kloster Schäftlarn. Hier bietet sich der beliebte Biergarten der Klostergaststätte zur Mittagsrast an. Dies kann auch mit einer Besichtigung der bekannten Rokokokirche verbunden werden. Das Kloster wurde 762 gegründet und gehört zu den bayrischen >>Urklöstern<<. Seine heutige Form erhielt es im frühen 18. Jahrhundert.  
Kurz bevor wir den nächsten Ort Höllriegelskreuth erreichen, weist uns ein Schild das Steilufer wieder hinab und somit zurück ins Tal. Vorbei am Brückenwirt (3:30h), der aufgrund der hier anlegenden Isarflöße stets gut besucht ist, folgen wir dem Isarwerkkanal nun bis zum Kraftwerk Höllriegelskreuth. Dieses zwingt uns allerdings weg vom Wasser und wir umgehen das langgezogene Werksgelände etwas oberhalb im Wald, um danach bei einer Schleusenanlage wieder auf unsere Isar zu stoßen. Wir folgen einer Flussbiegung und erreichen schließlich den Georgenstein, der unterhalb der Gemeinde Baierbrunn aus dem Fluss ragt. Dieser Nagelfluhfelsen stürzte einst vom östlichen Steilufer in das Flussbett und markiert die Halbzeit unserer Tagesetappe.  


Für den Weiterweg treffen wir auf die am Wochenende oft stark befahrene Autostraße, der wir abwärts bis zum Wirtshaus Brückenfischer folgen, wobei wir die Isar erneut überqueren. Hinter dem Haus befindet sich der Isarwerkkanal, der von hohen Dämmen gesäumt wird. Man folgt dem westseitigen Dammpfad, an dessen Ende der mit Wasservögeln belebte Stausee zum Baden einlädt.  
Knapp 2,5 Kilometer hinter dem Georgenstein heißt es, genau auf den Routenverlauf zu achten, um sich unnötige Umwege und Höhenmeter zu ersparen: Wir stoßen auf eine Weggabelung mit einer Ruhebank, an der wir uns links halten (gelbe Markierungen). Etwa 750 Meter weiter hält man sich erneut links. Unterhalb der sogenannten „Bürg“, einer gut  erhaltenen keltischen Befestigungsanlage, wandern wir nun auf  recht einsamen Waldwegen die letzten 2,5 Kilometer bis zum Kloster Schäftlarn (5:30h). Der wohlverdienten Mittagsrast im angenehmen Biergarten der Klostergaststätte steht nun nichts mehr im Wege.


Das überdachte Ickinger Wehr ermöglicht den Flussübergang zur Westseite und damit den Weiterweg zur Loisachmündung. Der Eingang zur Wehrbrücke ist eine unauffällige Stahltür, auf der wir beim Näherkommen das München-Venedig-Wegzeichen sehen. Den grandiosen Tagesabschluss bildet der berühmte Ausblick vom Riemerschmidpark auf die Wildflusslandschaft. Gelbe Markierungen leiten uns das letzte Stück Weg über Weidach hinunter an das Ziel nach Wolfratshausen.
Am Kloster Schäftlarn treffen wir auf die am Wochenende oft stark befahrene Autostraße, der wir abwärts bis zum Wirtshaus Bruckenfischer (5:45h) folgen. Wir queren dabei die Isar, erklimmen  hinter dem Wirtshaus den westseitigen, hohen Damm des Isarwerkkanals und folgen diesem nun bis zu seinem Ende an einem durch Wasservögel belebten, badetauglichen Stausee.
Variante am Isarwehr: Alternativ geht man an der Ostseite des Kanals auf dem gelb markierten Uferweg entlang der Isar durch die Pupplinger Au bis vor die Isarbrücke. Östlich befinden sich die Gasthöfe Aujäger und Puppiger mit Übernachtungsmöglichkeit. Auch das gerade Teersträßchen führt uns dorthin. Die 700ha große Pupplinger Au ist ein Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzen und Vögeln, das leider durch den starken Erholungsverkehr gefährdet ist. Daher sollte man das hier geltende Wegegebot unbedingt beachten.
 
Das überdachte Ickinger Wehr (7:00h) ermöglicht uns von dort aus den Übergang zur Westseite des Flusses und damit den Weiterweg zur Mündung der Loisach in die Isar. Der Eingang zur Wehrbrücke ist eine unauffällige Stahltür, auf der man beim Näherkommen das München-Venedig-Wegzeichen erkennt. Am jenseitigen Ufer angekommen, setzen wir unseren Weg auf schmalem Pfad fort, um endlich steil das Hochufer hinaufzusteigen. Komfortabel am Bahngleis entlang und nunmehr erneut abwärts gehend erreichen wir schließlich wieder Wasser – jetzt ist es allerdings die Loisach. Wir passieren die Stelle, an der die Isarflöße zusammengebaut werden und unterqueren die Eisenbahnbrücke. Immer schnurstracks gerade aus gelangen wir nun auf die Hauptstraße und halten somit direkt auf die Wolfratshausener Altstadt zu (8:00h).  


== Schlüsselstellen und Gefahren ==
== Schlüsselstellen und Gefahren ==
<!-- Ausgesetzte Stellen, versicherte Passagen, Altschneefelder, Steinschlag, Gewittergefahr. Leer lassen oder „keine besonderen“ schreiben, wenn es nichts gibt. -->
<!-- Ausgesetzte Stellen, versicherte Passagen, Altschneefelder, Steinschlag, Gewittergefahr. Leer lassen oder „keine besonderen“ schreiben, wenn es nichts gibt. -->
Die Etappe ist lang und vor allem bei Hitze fordernd. Ein früher Aufbruch in München ist ratsam.  Das letzte Drittel der Tour verläuft entlang der Isar fast ohne Schatten. Dementsprechend ist guter Sonnenschutz wichtig. Bei der Abzweigung vor Schäftlarn (Ruhebank) und am Ickinger Wehr verläuft man sich leicht. Genau auf die Markierung achten.


== Unterkünfte ==
== Unterkünfte ==
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== An- und Abreise ==
== An- und Abreise ==
<!-- Bus/Bahn am Start und am Ziel – für alle, die hier ein- oder aussteigen wollen. -->
<!-- Bus/Bahn am Start und am Ziel – für alle, die hier ein- oder aussteigen wollen. -->
Entlang des Weges führt vom Hauptbahnhof in München bis Wolfratshausen die S-Bahn (Linie S7). Haltepunkte sind unter anderem Großhesseloher Brücke, Pullach und Schäftlarn.
Entlang des Weges führt vom Hauptbahnhof in München bis Wolfratshausen die S-Bahn (Linie S7). Haltepunkte sind unter anderem Großhesseloher Brücke, Pullach und Schäftlarn. Vom Münchner Hauptbahnhof aus erreicht man den Marienplatz mit einer der S-Bahn Linien Richtung Ostbahnhof.


== Aktuelle Hinweise ==
== Aktuelle Hinweise ==
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== Karten ==
== Karten ==
<!-- Passende Wanderkarten (Verlag, Nummer, Maßstab). -->
<!-- Passende Wanderkarten (Verlag, Nummer, Maßstab). -->
Topographische Karte UKL1 Ammersee – Starnberger See und Umgebung, 1:50000; Kompasswanderkarte 180 Starnberger See – Ammersee, 1:50000 (ab München Marienklause); Topographische Karte UKC1 München und Umgebung, 1:100000; Wanderführer Isartal mit Wegekarte 1:50000 des Isartalvereins, Uhlandstraße 5, 80336 München
Topografische Karte UK 50-41 Ammersee – Starnberger See und Umgebung, 1:50.000.

Aktuelle Version vom 4. November 2026, 17:11 Uhr

Etappe 01
München (Marienplatz) → Wolfratshausen
Abschnitt Voralpenland
Strecke 32 km
Aufstieg / Abstieg ↑ 195 m / ↓ 130 m
Gehzeit 8h h
Höchster Punkt Wolfratshausen
Schwierigkeit mittel
Stand: 4.11.2026
nächste Etappe →

Überblick

Vom Marienplatz, dem geschäftigen Zentrum Münchens, führt uns die erste Etappe vorbei am Deutschen Museum in die Isarauen. Auf bekannten und beliebten Wanderwegen geht es nun Richtung Süden. Durch die weitläufige Pupplinger Au am Zusammenfluss von Loisach und Isar erreichen wir unser Tagesziel Wolfratshausen.

Wegbeschreibung

Beim Aufbruch am Marienplatz wenden wir uns ostwärts. Wir gehen entlang des »Tals«, passieren nach wenigen Minuten das Isartor und erreichen bei der Ludwigsbrücke die Stelle, wo Heinrich der Löwe 1158 seinen historischen Brückenschlag vollzog und damit die Stadt München gründete. Wir überqueren die erste Brücke und wenden uns dann nach rechts auf der Museumsinsel zwischen der Isar und dem Deutschen Museum südwärts. Die Museumsinsel ist eine Sandbank, die viele Jahrhunderte den Isarflößern als Lände diente. 1903 wurde sie von der Stadt München als Bauplatz für das von Oskar von Miller konzipierte naturwissenschaftlich-technische Museum gestiftet, das heute das größte seiner Art in der Welt ist. Beim Durchqueren des morgendlich kühlen Museumsinnenhofs kann man im Vorbeigehen einige Exponate betrachten. Die Uhr im Uhrenturm, durch dessen Tor wir den Hof wieder verlassen, zeigt die Tageszeit, den Wochentag, den Monat, die Mondphase und die Stellung der Sonne im Tierkreis an. Über die schmale Zenneck-Brücke gelangen wir zur Ostseite der Isar und schwenken nach rechts auf die Uferstraße ein. Nun folgen wir dem sogenannten Planetenweg des Deutschen Museums, dessen Startpunkt sich ebenfalls im Museumsinnenhof befindet. Auf Informationstafeln entlang dieses Weges ist Wissenswertes über unsere Nachbarplaneten aufgezeichnet. Die Abstände der Tafeln entsprechen den relativen Abständen der Planeten im Sonnensystem. Nach der Unterquerung der Braunauer Eisenbahnbrücke und des Mittleren Rings schlendern wir vorbei am Flauchersteg zum Tierpark Hellabrunn (1, 1:30#h) . An dessen südwestlichem Ende befindet sich die Marienklause, bei der wir den Fluss sowie den Isarwerkkanal überqueren, um uns anschließend halblinks Richtung Hinterbrühler See zu halten. Dort nehmen wir die Brücke auf die westliche Seite der Floßlände, wo wir auf eine Teerstraße gelangen. Dieser folgen wir nur kurz nach links, erreichen bald wieder einen schönen Uferweg am Werkkanal und verlassen dann, südwärts am Wasser entlang wandernd, fast unmerklich die Stadt.

Vor uns wird nun die Großhesseloher Brücke (2:30h) sichtbar, bei deren Fundamenten angekommen wir dem Isartal vorübergehend den Rücken kehren. Wer will, kann auch einfach weiter dem Werkkanal folgen, aber abwechslungsreicher und vor allem schattiger ist's oben auf dem Hochufer. Dieses erklimmen wir also jetzt auf dem recht steilen Teersträßchen, unterqueren, bevor wir ganz oben angekommen sind, nach links auf einem Fußweg die Eisenbahnschienen und erreichen vorbei an einem prachtvollen Bauerngarten einen guten Wanderweg, der immer parallel zum Hochufer durch einen schönen und angenehm kühlen Laubwald führt. Nun ist der Biergarten der sehr bekannten Großhesseloher Waldwirtschaft nicht mehr weit, den man allerdings um diese frühe Tageszeit eher unbelebt vorfinden wird. Wir passieren die Gaststätte, erreichen auf Waldwegen erst die Burg Schwaneck (derzeit als Jugendherberge genutzt, dort Aussichtspunkt mit herrlichem Talblick, Bank) und kurz darauf über die Heilmannstraße den alten Ortskern der schönen Gemeinde Pullach (3:00h). Den einladenden zentralen Kirchplatz hier nicht für eine kurze Rast zu nutzen, wäre fast eine Sünde, auch Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten gibt es genug. Von hier folgen wir noch für gut 500 Meter der Straße (Habenschadenstraße), bis diese sich schließlich nach rechts vom Hochufer entfernt, während wir uns geradeaus weiter auf schön angelegten Fuß- und Radwegen stets nah am Flusslauf halten.

Kurz bevor wir den nächsten Ort Höllriegelskreuth erreichen, weist uns ein Schild das Steilufer wieder hinab und somit zurück ins Tal. Vorbei am Brückenwirt (3:30h), der aufgrund der hier anlegenden Isarflöße stets gut besucht ist, folgen wir dem Isarwerkkanal nun bis zum Kraftwerk Höllriegelskreuth. Dieses zwingt uns allerdings weg vom Wasser und wir umgehen das langgezogene Werksgelände etwas oberhalb im Wald, um danach bei einer Schleusenanlage wieder auf unsere Isar zu stoßen. Wir folgen einer Flussbiegung und erreichen schließlich den Georgenstein, der unterhalb der Gemeinde Baierbrunn aus dem Fluss ragt. Dieser Nagelfluhfelsen stürzte einst vom östlichen Steilufer in das Flussbett und markiert die Halbzeit unserer Tagesetappe.

Knapp 2,5 Kilometer hinter dem Georgenstein heißt es, genau auf den Routenverlauf zu achten, um sich unnötige Umwege und Höhenmeter zu ersparen: Wir stoßen auf eine Weggabelung mit einer Ruhebank, an der wir uns links halten (gelbe Markierungen). Etwa 750 Meter weiter hält man sich erneut links. Unterhalb der sogenannten „Bürg“, einer gut erhaltenen keltischen Befestigungsanlage, wandern wir nun auf recht einsamen Waldwegen die letzten 2,5 Kilometer bis zum Kloster Schäftlarn (5:30h). Der wohlverdienten Mittagsrast im angenehmen Biergarten der Klostergaststätte steht nun nichts mehr im Wege.

Am Kloster Schäftlarn treffen wir auf die am Wochenende oft stark befahrene Autostraße, der wir abwärts bis zum Wirtshaus Bruckenfischer (5:45h) folgen. Wir queren dabei die Isar, erklimmen hinter dem Wirtshaus den westseitigen, hohen Damm des Isarwerkkanals und folgen diesem nun bis zu seinem Ende an einem durch Wasservögel belebten, badetauglichen Stausee.

Das überdachte Ickinger Wehr (7:00h) ermöglicht uns von dort aus den Übergang zur Westseite des Flusses und damit den Weiterweg zur Mündung der Loisach in die Isar. Der Eingang zur Wehrbrücke ist eine unauffällige Stahltür, auf der man beim Näherkommen das München-Venedig-Wegzeichen erkennt. Am jenseitigen Ufer angekommen, setzen wir unseren Weg auf schmalem Pfad fort, um endlich steil das Hochufer hinaufzusteigen. Komfortabel am Bahngleis entlang und nunmehr erneut abwärts gehend erreichen wir schließlich wieder Wasser – jetzt ist es allerdings die Loisach. Wir passieren die Stelle, an der die Isarflöße zusammengebaut werden und unterqueren die Eisenbahnbrücke. Immer schnurstracks gerade aus gelangen wir nun auf die Hauptstraße und halten somit direkt auf die Wolfratshausener Altstadt zu (8:00h).

Schlüsselstellen und Gefahren

Die Etappe ist lang und vor allem bei Hitze fordernd. Ein früher Aufbruch in München ist ratsam. Das letzte Drittel der Tour verläuft entlang der Isar fast ohne Schatten. Dementsprechend ist guter Sonnenschutz wichtig. Bei der Abzweigung vor Schäftlarn (Ruhebank) und am Ickinger Wehr verläuft man sich leicht. Genau auf die Markierung achten.

Unterkünfte

Name Höhe Telefon Geöffnet Stand
m
m

Wasser und Einkehr

Einkehr entlang des Weges in Pullach (mehrere Lokale entlang des Weges, Einkaufsmöglichkeit, Eisdiele), Kloster Schäftlarn (Klostergaststätte), und beim Wirtshaus Brückenfischer hinter Schäftlarn.

Varianten und Notabstiege

An der Großhesseloher Brücke folgen viele Wanderer dem Uferweg. Auch in einigen Wanderführern ist der Weg so beschrieben. Lohnender ist es, hier einen kurzen Aufstieg zum Isarhochufer in Kauf zu nehmen und dann schattig durch Pullach zu wandern, bis man an der Grünwalder Brücke ankommt.

An- und Abreise

Entlang des Weges führt vom Hauptbahnhof in München bis Wolfratshausen die S-Bahn (Linie S7). Haltepunkte sind unter anderem Großhesseloher Brücke, Pullach und Schäftlarn. Vom Münchner Hauptbahnhof aus erreicht man den Marienplatz mit einer der S-Bahn Linien Richtung Ostbahnhof.

Aktuelle Hinweise

  • Monat Jahr: …

Bilder

Karten

Topografische Karte UK 50-41 Ammersee – Starnberger See und Umgebung, 1:50.000.