Selbst wenn man unterwegs glaubt, alleine zu sein, gibt es manchmal unerwartete Begegnungen. “Wer bist Du?” fragt er mich und begrüßt mich freundlich.
Archive for the ‘Traumpfad’ category
Begegnung am Weg
August 4th, 2010Glungezer, Glungezer, Glungezer …
Juli 19th, 201010 Jahre hat es gedauert, bis der Glungezer mich mit diesem Traumwetter beglueckt. Sonne am Berg und Wolken im Tal. Was fuer ein Genuss.

Man spricht deutsch und es gibt Speckknoedel.
Juli 10th, 2010Der Speckknoedelaequator liegt in etwa auf der Hoehe des Pordoijoch. Weiter suedlich geben Pasta und Polenta den Ton an und Italienischkenntnisse sind hilfreich. Heute in der Capanna Fassa hat man mir gesagt, dass ich ruhig Deutsch sprechen kann und dass man mir die Speckknoedel zum Abendessen empfiehlt. Also habe ich halt Speckknoedel auf Deutsch bestellt. Schlafen werde ich im netten aber etwas warmen Notlager unterm Dach.
Die Welt sieht anders aus, hier im Zentrum der Alpen. Seilbahnen, Massentourismus, Tagestouristen mit Kind und Kegel. Der Bindelweg war wunderschoen, Italienische Tagestouristen haben fuer Stimmung gesorgt und die Marmolada strahlte in der Sonne. Am Pordoijoch gruesste mich dann aus einer Huette deutsche Oktoberfestmusik. Sehr seltsam. Erst beim Ausstieg auf die Boespitze wurde es wieder ruhig, kaum verlaesst man den Hauptweg wird es einsam. Hier oben sind jetzt ungefaehr 15 Gaeste, alle Italiener. Die Wirtsleute sprechen Ladin. Und ich darf Deutsch sprechen.
Venediggeher haben sich heute Abend keine hierher verirrt. Die sind wohl alle unten in der Boehuette geblieben. Insgesamt wohl so 10 Personen sind mir heute begegnet, die als Venediger zu erkennen waren. Am lustigsten waren zwei Schweizer, die bei Jodelmusik auf den Bindelweg gezogen sind. Die Musik kam aus einem Lautsprecher, der solarbetrieben war. Der Rucksack des Einen war dazu mit einer grossen Solarzelle bedeckt. Was die Menschen nicht alles mitnehmen auf den Berg.
Vorletzte Nacht auf der Tissi lag das iPad auf dem Tisch meines Zimmergenossen. Und neben mir tippt heute der Sohn des Wirts in sein Netbook, dass mit einer selbstgebauten Antenne aus einer Glocke und einer Speisekartenhuelle zu Tal funkt. Vorbei sind die Zeiten, als es auf der Huette urtuemlich zuging. Digital Natives brauchen Netz. Und schleppen dazu die Technik eben auch auf den Berg.
Auf Wiedersehen suedliche Dolomiten.
Juli 7th, 2010Die suedlichen Dolomiten liegen hinter mir. Einsam war es in der Schiara und auch noch am Passo Duran. Und schoen. Wer die von der Weidewirtschaft gezeichneten Berge in den Voralpen kennt, der muss als Kontrast den Nationalpark kennenlernen. Keine Menschen, kein Vieh und Ruhe. Nach dem Passo Duran wird es belebter. Mehr Menschen und die Almwirtschaft veraendern das Erlebnis. Trotzdem bleiben die Berge hier einer der schoensten Flecken der Erde. Auf der wie immer hervorragend gefuehrten Tissi habe ich dieser Traumwelt auf Wiedersehen gesagt. Der Coldaisee war die Grenze, danach italienische Tagestouristen, Seilbahn und Autoverkehr. Weil die Busse nicht so fahren wie sie sollen, bin ich das Tal aufwaerts gelaufen. Bei fast 30 Grad eine Pruefung. Jetzt sitze ich in Sottoguda im Hotel Montanara, lasse mir das Abendessen schmecken, hoere der Unterhaltung der anderen Gaeste zu und freue mich auf den Bindelweg und die Sella. Trotzdem, so wie im Sueden wird es nicht mehr. Es wird auch schoen, aber anders.

Die Schoenheit der Dolomiten!!
Juli 6th, 2010Einsam war es die letzten Tage. Nach meiner Nacht im Bivacco Marmol ging es weiter zur Pian de Fontana. Die Wirtin dort meinte, ich waere dieses Jahr der erste, der auf diesem Weg kommt. Erst ab dem Passo Duran wurde es voller und heute, in der Tissi ist die Huette voll. Mal sehen, wie es weitergeht ….
Der Respekt vor dem Berg
Juli 5th, 2010Jeder der in die Berge geht, hat es schon einmal erlebt, dass das Einfache auf einmal schwer wird. Heute hat mir die Schiara, die alte und strenge Berggoettin diese Lektion erteilt. Der Aufstieg von Belluno ueber die Case Bortot war traumhaft, Sonne und keine Wolken, ein gruenes Tal und ein rauschender Bergbach. Dann die freundlichen Wirtsleute in der Settimo Alpini und der Rat des Wirtes, dass der Weg in Ordnung sei, nur auf das Wetter muesste ich achten. Richtig, ueber dem Nevegal waren schon seit Mittag die Gewitterwolken gestanden. Pilzfoermig und bedrohlich. Im unteren Teil des Klettersteigs fing der Regen an, ausgerechnet im schwersten Stueck. Zurueck war genauso dumm wir vorwaerts. Also vorwaerts. Dann kam das Gewitter. Mit Muehe habe ich den flacheren Teil des Klettersteig erreicht und auf einmal zogen die Wolken weg, Belluno lag unter mir im Tal hell erleuchtet und die Felswaende glitzerten nass in der Sonne. Diesmal war es nur ein Scherz, sagte die Schiara, aber das naechste Mal werden wir sehen, ob ich nicht ernst mache. Jetzt sitze ich im Bivacco Marmol, schau den Dohlen zu und freue mich auch die Nachtruhe.
Klettersteigsets
Juni 25th, 2010Für alle, die noch über die Schiara nachdenken, hier nochmal eine neue Möglichkeit, an Material zu kommen: auf des Rifugio San Sebastiano am Passo Duran hat der Wirt jetzt Klettersteigsets, die er vermietet. Man muß Pfand hinterlegen und das Set im Agriturismo Le Noci in Arfanta wieder abgeben. Adressen und Telefonnummern sind im Internet zu finden. Vorherige telefonische Reservierung ist empfehlenswert.
(Ich hatte vorhin Pian de Fontana geschrieben, aber das war falsch. Sorry).
Die beiden Links für die Hütten sind:
San Sebastiano: http://www.passoduran.it/
Le Noci: http://www.agriturismolenoci.net/
Nochwas vom Traumpfad …
Juni 20th, 2010Der Regen und der Bergsommer.
Juni 20th, 2010Nachdem dieses Wochenende wieder gar nichts geht, zum Mutmachen ein kleines Foto vom Aufstieg von Lüsen auf die Schlüterhütte. Fotografiert wurde das letztes Wochenende bei einem Ausflug nach Südtirol. Die Sommerstimmung auf dem Bild täuscht, auf der Sella und der Civetta liegt noch jede Menge Schnee. Alle diejenigen, die diesem Sommer schon früh starten wollen, müssen sich auf erschwerte Bedingungen einstellen.
Am Freitag im Rißtal.
Mai 30th, 2010Schön war es dieses Wochenende. Die Tour aus der Jachenau ins Rißtal ist eine der Schmankerl des Traumpfad. Einsam und malerisch. Leider habe ich es nicht weiter als Hinterriß geschaft. Dann kam der Regen und die Tour war vorbei. Die Wege sind immer noch sehr aufgeweicht. Hoffen wir, dass es bis zur Traumpfadsaison besser wird.



